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(v.l.) Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer begrüßt Jonathan Fine als neuen Direktor des Kunsthistorischen Museums in Wien – Foto: BMKÖS/HBF/Trippolt

Museum

Kulturhistoriker leitet das Kunsthistorische Museum Wien

Das Kunsthistorische Museum Wien (KHM) bekommt zum 1. Mai 2025 einen neuen Generaldirektor. Im Rahmen einer Pressekonferenz am 29. Juni 2023 stellte die österreichische Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer Jonathan Fine als neuen Leiter des Bundesmuseums vor. Damit steht Fine auch an der Spitze des KHM-Museumsverbands. Der US-amerikanische Kunst- und Kulturhistoriker tritt die Nachfolge von Dr. Sabine Haag an. Derzeit ist Fine noch der Direktor des Weltmuseums, welches ebenfalls zum Verband gehört. Das KHM steht unter der Aufsicht des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) in Wien.

Der künftige Generaldirektor Fine sagt: "Ich bin dankbar und demütig, dass ich den KHM-Museumsverband mit seinen weltumspannenden Sammlungen, die sich mit den großartigsten Museen der Welt messen können, werde leiten dürfen. Die große Stärke des Verbandes sind auch seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Der KHM-Museumsverband beherbergt Sammlungen mit absoluten Meisterwerken, die uns nicht nur das Beste des menschlichen künstlerischen Schaffens erleben lassen, sondern uns auch helfen zu verstehen, wie unsere Welt zusammenhängt."

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Mayer erklärt: "Jonathan Fine hat mich überzeugt, dass er die brennenden Themen, mit denen sich Museen heute auseinandersetzen müssen, nicht nur verstanden hat, sondern sich Ihnen auch stellen will. Er steht für einen durch und durch modernen Begriff eines Museums, das sich gesellschaftlichen Fragen widmet, aber dennoch nicht die ureigenen Aufgaben vergisst. Er hat gezeigt, dass er das Haus gut kennt und in diesem Verband aber auch darüber hinaus extrem gut vernetzt ist. Ich halte das gerade in diesen schwierigen Zeiten, in denen auch die Museen mit großen Umbrüchen zu kämpfen haben, für sehr wesentlich."

Insgesamt hatten sich 20 Personen auf die KHM-Generaldirektion beworben, davon kamen sechs aus Österreich und 14 aus dem Ausland. Eine Findungskommission wählte fünf Bewerber:innen aus und lud diese zu Vorstellungsgesprächen ein. Anschließend übermittelte sie der Kunst- und Kulturstaatssekretärin Mayer drei Vorschläge für eine potenzielle Generaldirektion. Im Bewerbungsverfahren wurde die Findungskommission von der international agierenden Personalberatungsfirma Alto Partners unterstützt. Die Findungskommission bestand aus Ulrike Baumgartner-Gabitzer, Vorsitzende des KHM-Kuratoriums, Kulturminister a.D. Rudolf Scholten, Theresia Niedermüller vom BMKÖS, Philipp Demandt, Direktor des Städel-Museums Frankfurt, und Raphael Rosenberg vom Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien.
 

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