
Die Kampagne "Frauen in MINT-Berufen" begleitet die Aktivitäten der gleichnamigen Initiative und des Bündnisses – Foto: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg
MINT-Berufe
Etat der Initiative "Frauen in MINT-Berufen" vergeben
Die Initiative "Frauen in MINT-Berufen" unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg in Stuttgart hat den Etat für die gleichnamige Kampagne neu ausgeschrieben. Den Zuschlag konnte sich erneut die Stuttgarter Kommunikationsagentur Convensis GmbH sichern. Damit verteidigt die Agentur den Etat bereits zum zweiten Mal. Bereits 2019 und 2021 konnte sie sich gegen die Konkurenz durchsetzen. Nun begleitet Convensis die Initiative auch für die kommenden zwei Jahre. Zu ihren Aufgaben gehören die Betreuung der Social-Media-Kanäle und der Website mint-frauen-bw.de, die Content-Erstellung in den Bereichen Bewegtbild, Fotografie und Text sowie die Organisation, Begleitung und Aufbereitung verschiedener Events.
Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium hat die Initiative "Frauen in MINT-Berufen" im März 2010 ins Leben gerufen. Seit Juli 2011 gibt es auch ein Bündnis, das inzwischen 67 Partner:innen aus fünf Ministerien, Gewerkschaften, Frauennetzwerken, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Stiftungen, sowie Arbeitgeber-, Berufs- und Branchenverbänden umfasst. Auch die Kontaktstellen Frau und Beruf sowie die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit sind Mitglied im Netzwerk. Alle Maßnahmen der Landesinitiative und des Partnernetzwerkes werden unter dem Aktionsprogramm "Förderung von Mädchen und Frauen im MINT-Bereich" gebündelt.
Anlass für die Gründung der Initiative ist der vergleichsweise geringe Frauenanteil in MINT-Berufen in Baden-Württemberg. Laut dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg sind lediglich 18 Prozent der Erwerbstätigen in der MINT-Branche weiblich, bei den Auszubildenden in gewerblich-technischen Berufen sind es sogar nur zehn Prozent. Mit der Initiative möchte das Land die Attraktivität von MINT-Berufen steigen und Mädchen sowie Frauen motivieren, einen Beruf im MINT-Bereich zu ergreifen. Zudem möchte das Land die Berufs- und Studienorientierung im MINT-Bereich für Schülerinnen steigern. Darüber hinaus soll der Quereinstieg in die IT- und Technikberufe gefördert, die Wiedereinstiegs- und Karrierechancen für Frauen erhöht sowie die strukturellen Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert werden. Auch die Ausstiegs- und Abbruchquote aus der MINT-Erwerbstätigkeit will das Land verringern.
Sophie-Marie Jahn 23.08.2023










