Umweltbewusstes Reisen liegt im Trend
Urlauber wählen ihre Reiseziele häufiger anhand umweltfreundlicher Kriterien aus als noch vor einem Jahr. Fast ein Viertel der deutschen Bevölkerung legt Wert auf ökologische Aspekte bei der Urlaubsplanung. Das ist eine Steigerung von 4 Prozent. Insbesondere ältere Generationen achten auf umweltbewusstes Reisen. Rund 30 Prozent der Deutschen vermeiden Reisen mit dem Flugzeug auch wenn die angebotenen Flüge preislich attraktiv sein sollten. Im Vergleich zum Vorjahr waren hierzu nur etwas mehr als 20 Prozent der Urlauber bereit. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse des Global Green Index, der von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit Sitz in Nürnberg erhoben wird.
Auch das persönliche Engagement für den Umweltschutz in Deutschland nimmt wieder leicht zu. Laut eigenen Angaben beteiligen sich derzeit rund 20 Prozent der Deutschen aktiv an Umweltschutzprojekten in der eigenen Region. Jugendliche zwischen 14 und 24 Jahren sind dabei am aktivsten. Ältere Bürger zeigen ihr Engagement eher durch finanzielle Unterstützung von Naturschutzorganisationen. Jeder fünfte Bürger über 50 Jahren ist demnach bereit, für Umweltschutzorganisationen regelmäßig zu spenden.
Ein gegenläufiges Stimmungsbild zeichnet sich beim Thema Energieversorgung ab. Die Mehrzahl der Deutschen lehnt Kernkraftwerke aufgrund des Entsorgungsproblems laut des Global Green Index weiter ab. Die Akzeptanz für neue Stromnetze und Windanlagen sinkt gleichzeitig jedoch spürbar. Nur noch 61 Prozent der Befragten würden den Bau von Windanlagen in unmittelbarer Nähe zum eigenen Wohnort akzeptieren. Dies entspricht einem Rückgang von 10 Prozent im Vergleich zu 2011. Zudem steht weniger als die Hälfte der Bundesbürger aktuell noch hinter dem verstärkten Ausbau der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien.
GfK Global Green Index
Die GfK ermittelt seit August 2011 mit dem GfK Global Green Index das Umweltbewusstsein in zentralen Dimensionen in Deutschland und der Welt. Neben generellen Einstellungen wird auch untersucht, ob und in welchem Ausmaß Verbraucher bereit sind, anfallende Kosten für umweltbewusstes Verhalten zu tragen.
Weitere Informationen unter www.gfk.com/de.
Rebekka Hans 14.06.2013









