
Wie divers und inklusiv sich Marken präsentieren, hat Einfluss auf das Konsumverhalten der Menschen – Foto: nadzeya26-AdobeStock
Markenkommunikation
Diversität und Inklusion im Marketing immer wichtiger
Für die Mehrheit der Deutschen sind die Themen Diversität und Inklusion von zentraler Bedeutung (90 %). Das wirkt sich auch auf die Wahrnehmung von Marken aus. So kommt die Studie "Markenkommunikation im Zeitalter von Diversität und Inklusion" vom deutschen Ableger der US-amerikanischen Plattform Integral Ad Science (IAS) mit Hauptsitz in New York (USA) zu dem Ergebnis, dass Diversität und Inklusion auch in der Kommunikation von Marken eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Demnach erwartet die Hälfte der Befragten, dass Marken Diversität und Inklusion in Deutschland fördern sollten.
Das habe laut IAS auch Auswirkungen auf das Konsumverhalten der Menschen. Ein Drittel der Teilnehmenden gab an, ihr Einkaufsverhalten an die Diversitäts- und Inklusionsbestrebungen der Unternehmen anzupassen. Etwa 32 Prozent würden sich von der Marke abwenden, wenn sie die Werte der Vielfalt und der Inklusion nur unzureichend berücksichtigt sehen – auch wenn sie die Produkte sonst immer gekauft haben. Weitere 31 Prozent gehen sogar so weit, dass sie Unternehmen boykottieren würden, wenn diese die Themen Diversität und Inklusion nicht ernst nehmen. Für das Marketing zieht die IAS-Studie folgende Erkenntnis: "Marken sollten Diversitäts- und Inklusionsanforderungen der Konsument*innen in digitalen Werbekampagnen unbedingt gerecht werden, um auch in Zukunft im Relevanz-Set ihrer Kaufentscheidungen zu bleiben."
Denn auch im Marketing achten die Befragten auf diverse und inklusive Werbeanzeigen. Ein Drittel ist der Meinung, dass Werbung und Content für Menschen mit Behinderung zugänglich sein müssen (30 %). Für ein weiteres Drittel ist zudem eine inklusive Sprache in der Werbung von Relevanz (29 %). Darüber hinaus erachten es 28 Prozent als wichtig, in der Werbung eine diverse Gesellschaft abzubilden, die aus unterschiedlichen Individuen besteht. Dementsprechend sollten Marken bei der Planung und Kreation von Werbeanzeigen darauf achten, zentrale Diversitäts- und Inklusionsaspekte zu berücksichtigen.
Diversitäts- und inklusionsfreundliche Umfelder
Neben den Werbeanzeigen selbst ist auch das Umfeld von wesentlicher Bedeutung, in dem die Werbung platziert wird. Die Mehrheit der Befragten wünscht sich Werbeanzeigen in diversitäts- und inklusionsfördernden Umfeldern (84 %). Die Hälfte gab dabei an, mit den Werbeanzeigen zu interagieren, wenn diese neben diversitäts- und inklusionsfördernden Inhalten erscheinen.
Patrick Stoltze, Country Manager für Zentral- und Osteuropa bei IAS, sagt: "Unsere aktuelle Studie zeigt vor allem eines: Deutsche Konsument*innen erwarten von Marken eine klare Haltung bei wichtigen Themen wie Diversität und Inklusion. Umso wichtiger ist es für die Unternehmen, dieser Erwartungshaltung gerecht zu werden und bereits in ihrer Kommunikation ihre Werte authentisch darzustellen, um auch in Zukunft erfolgreich zu bleiben. Denn eines scheint mit Blick auf die weiteren europäischen Märkte schon jetzt sicher: In Deutschland stehen wir erst am Anfang dieser Entwicklung. In Großbritannien beispielsweise hat unsere Studie gezeigt, dass bereits 78 Prozent der Konsument*innen erwartet, dass sich Marken im Bereich Diversität und Inklusion engagieren. Und genau in diese Richtung wird es über kurz oder lang auch hierzulande gehen. Darauf sollten sich die Marken in Deutschland schon jetzt einstellen!"
Sophie-Marie Jahn 24.08.2023









