
Durch das Projekt "LandStation" sollen Alternativen zum Pkw im ländlichen Raum geschaffen und mit Treffpunkten zum Leben und Arbeiten verknüpft werden - Foto: j mel / AdobeStock
Ländlicher Raum
Förderprogramm für vernetzte Mobilität gestartet
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Hauptsitz in Bonn, hat den Startschuss für das Förderprogramm "LandStation – Verknüpfte Mobilität in ländlichen Räumen" gegeben. Ziel ist es, die Mobilität in ländlichen Räumen zu verbessern und den Einsatz von klima- sowie umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zu unterstützen. Das Programm wird durch den Deutschen Landkreistag (DLT), Berlin, und den Deutschen Städte- und Gemeindebund /DStGB), Berlin, begleitet. Es stehen bis zu 75.000 Euro pro Projekt zur Verfügung.
Ab sofort bis zum 30. November 2023 können Gemeinden, Landkreise sowie Gemeindeverbände relevante Projektskizzen bei Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung einreichen. Zu den förderfähigen Ideen mit einer Konzeptphasenzeit bis zu zwölf Monaten gehören zum Beispiel die Erweiterung eines Regionalbahnhofs um Carsharing-Angebote, Fahrradparkhäuser oder -verleihstationen. Kombiniert sein sollte das Konzept mit einer Idee oder einem vorhandenen Mehrfunktionshaus, welches beispielsweise einen Friseur, eine Musikschule, einen Coworking-Space, ein Café und eine Touristinformation enthält. Das Haus versteht sich als wichtiger Treffpunkt der Gemeinschaft und sollte bestmöglich erreichbar.
Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, sagt: "In unseren ländlichen Räumen steckt enormes Potential – wir wollen dabei unterstützen, sie fit zu machen für die Zukunft und ihre große Vielfalt zu erhalten. Schnell erreichbare und vor allem funktionierende Mobilitätsangebote, gehören zu den wichtigsten Faktoren, damit die ländlichen Regionen für Menschen und Unternehmen attraktiv bleiben. Mit 'LandStation' fördern wir Ideen, die vielfältige, moderne und klimafreundliche Mobilität unterstützen und an zentralen Orten sichtbar machen – das Ganze verbunden mit einem Raum für Gemeinschaft, der die Menschen vor Ort zusammenbringt. Ich danke dem Deutschen Landkreistag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund für ihre Mitwirkung an diesem so wichtigen Projekt."
DLT-Präsident Reinhard Sager erklärt: "Wir unterstützen das Projekt als einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung von Mobilitätsangeboten in ländlichen Räumen. Oft fehlen dort praktikable und gut vernetzte Alternativen zum eigenen Auto. Die Kernidee besteht darin, Verkehrsangebote an bestimmten Orten zu bündeln und so Umstiege zu erleichtern. Dazu zählen Car- und Bikesharing-Angebote, Möglichkeiten zum sicheren Abstellen von Fahrrädern, E-Ladesäulen und die Anbindung an eine Haltestelle von Bus oder Bahn. Wir wünschen dem Projekt viele gute Ideen und Impulse, die sich dann auf andere Landkreise und Gemeinden übertragen lassen. Auf diese Weise werden gleichwertige Lebensverhältnisse auch bundesweit befördert."
DStGB-Präsident Dr. Uwe Brandl fügt hinzu: "Wir erhoffen uns vom Projekt 'LandStation' wichtige Impulse für ein bedarfsgerechtes und nachhaltiges Mobilitätsangebot in ländlichen Räumen. Wir unterstützen insbesondere das Ziel, vitale ländliche Räume zu schaffen, indem durch die Vernetzung von Verkehrsangeboten zentrale Einrichtungen der Daseinsvorsorge für alle besser erreichbar werden. Für die gemeindliche Ebene ist bei Förderprojekten des Bundes stets wichtig, dass diese niedrigschwellig und unbürokratisch gefördert werden und eine Chance haben, sich langfristig zu etablieren. Die Erfahrung zeigt, dass Mobilitätsagebote nur dann eine taugliche Alternative zum Auto darstellen, wenn sie qualitativ hochwertig und vor allem verlässlich sind."
Informationen zu "LandStation" finden Kommunen unter diesem Link. Dort das BMEL gibt Hinweise zur Fördermaßnahme, zur Skizzeneinreichung, Kontaktmöglichkeiten sowie Hinweise zu Informationsveranstaltungen.










