
Mit der Aufklärungskampagne #AfDnee will Demokult Protestwähler:innen zeigen, wie die AfD ihnen schadet - Foto: Kastner Frankfurt
Hessenwahl 2023
Demokult adressiert potenzielle Protestwähler:innen
Anfang Oktober 2023 findet die Wahl des Hessischen Landtags statt. Dann entscheidet sich, welche Parteien die Interessen der hessischen Bevölkerung in den kommenden fünf Jahren vertreten werden. Mehr als 22 Parteien und Wählergruppen nehmen an der Landtagswahl teil, neben CDU, den Grünen, der SPD, der FDP und der Linken befindet sich auch die Alternative für Deutschland darunter. Verschiedenen Umfragen zufolge liegt die AfD aktuell bei 16 Prozent der Stimmen. Vor allem Protestwähler:innen scheinen mit der Partei zu liebäugeln. Aber laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung machen Protest- und Wechselwähler:innen etwa die Hälfte des AfD-Potenzials aus und sind noch durch Argumente zu erreichen.
Genau hier wollen Demokult – der Verein für demokratische Bildung und Kultur und die Agentur Kastner Frankfurt ansetzen. Sie wollen mithilfe einer Kampagne aufzeigen, dass das AfD-Wahlprogramm auch Themen enthält, die so gut wie gar nicht diskutiert werden, aber den Menschen persönlich schadet. Dazu gehört der Abbau des Sozialstaats, die Rente mit 70 Jahren, die Schwächung des Mieterschutzes, die Verteuerung des ÖPNV sowie die Schlechterstellung von Frauen. Im Rahmen der Kampagne #AfDnee lassen die Initiatoren fiktive AfD-Wähler:innen zu Wort kommen, die erzählen, warum ihre Protestwahl für sie nachteilig war. Begleitet werden sie von einer Quelle aus dem Wahlprogramm, die die Aussage untermauern soll. Auf einer Website finden Interessierte dann weitere Hintergrundinformationen und einen Faktencheck sowie die Möglichkeit, auf Instagram und Facebook zu spenden.
Till Wagner, Geschäftsführer und Stratege von Kastner, sagt: "In Medien und Politik gehört es zum guten Ton, AfD-Wähler kollektiv als Steigbügelhalter für Rechtsextreme zu verurteilen. Das führt oft zu einer Jetzt-erst-recht-Haltung. Wir sind uns sicher, dass #AfDnee ein Umdenken bewirken kann, weil die Kampagne lieber überzeugen will, statt anzuklagen."

Fiktive AfD-Wähler wie beispielsweise der Angestellte Karl Melzer schildern, welche Auswirkungen ihre Wahl auf das Thema Rente und Renteneinstieg hatte - Foto: Kastner Frankfurt









