
Dr. Philipp Hoffmann leitet das im vergangenen Jahr eröffnete Zentrum für Stadtgeschichte und Erinnerungskulturen in Bonn – Foto: Constantin Ehrchen
Museumsdirektion
Philipp Hoffmann wechselt nicht an das Kölnische Stadtmuseum
Das Kölnische Stadtmuseum muss seine Suche nach einer neuen Direktion weiter fortsetzen. Wie die Stadt Köln bekanntgab, hat der bisherige Kandidat Dr. Philipp Hoffmann seine Bewerbung zurückgezogen und steht nicht mehr für die Position des Direktors zur Verfügung. Hoffmann konnte sich im Vorfeld in einem Bewerbungsverfahren durchsetzen und sollte die Leitung am 1. Oktober 2023 übernehmen. Daher hatte die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker in einer Sitzung des Hauptausschusses der Stadt Hoffmann als neuen Direktor des Kölnischen Stadtmuseums vorgeschlagen. Dieser vertagte die Entscheidung allerdings. Grund dafür war laut Medienberichten zum einen die fehlende Führungserfahrung von Hoffmann. Im Zuge dessen hatte sich auch der Förderverein des Museums gegen ihn ausgesprochen. Zum anderen sah sich die Stadt Köln dem Vorwurf der Intransparenz ausgesetzt, da sie nicht sichtbar gemacht hat, dass Hoffmann CDU-Mitglied ist und deren Fraktionsreferent im Kölner Rat war. In dieser Zeit entstand eine neue Stelle am Kölnischen Stadtmuseum, die Hoffmann anschließen selbst übernahm.
Hoffmann sagt: "Das Kölnische Stadtmuseum steht vor großen und wichtigen Veränderungen. Diese sind nur mit einer breiten Unterstützung zu bewältigen. Leider haben mir Teile der Politik und des Fördervereins das Vertrauen entzogen, noch bevor ich einen ersten Tag für das Museum arbeiten konnte. Unter diesen Umständen sehe ich keine Grundlage, um meine konzeptionellen Ideen zu verwirklichen. Ich habe mich daher entschieden, meine Bewerbung zurückzuziehen. Ich bedanke mich bei meiner Familie, meinen Freunden und Oberbürgermeisterin Henriette Reker für die Unterstützung in den vergangenen Wochen."
Die Kölner Oberbürgermeisterin Reker erklärt: "Ich verstehe die Entscheidung von Dr. Hoffmann und kann sie angesichts der öffentlich geführten Diskussionen und bemerkenswerten Einlassungen aus Teilen der Politik und des Fördervereins gut nachvollziehen." Reker wird nun kurzfristig mit Stefan Charles, Beigeordneter für Kunst und Kultur, über die Besetzung der Museumsleitung beraten.
Sophie-Marie Jahn 20.09.2023










