
Prävention
Bundeskriminalamt startet #dontsendit-Kampagne
Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt mithilfe der Präventionskampagne #dontsendit Kinder und Jugendliche davor, selbstgefertigte Nacktbilder zu versenden oder weiterzuleiten. Denn dies könne eine Straftat darstellen, so das Bundesministerium des Innern und für Heimat bei der Vorstellung der Kampagne.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser sagt: "Das Versenden von Nacktaufnahmen ist keineswegs ein Schulhofspaß, sondern kann schlimme Folgen haben. Viele Kinder und Jugendliche sind sich nicht bewusst, welche Gefahren hiermit einhergehen. Nicht selten machen sie Nacktfotos oder Videos von sich und versenden diese in Chats. Die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik zeigen, wie ernst diese Problematik inzwischen ist: Seit Jahren steigen die Fallzahlen bei der Verbreitung von kinder- und jugendpornografischen Inhalten durch Kinder und Jugendliche selbst. Diese Entwicklung müssen wir durch Sensibilisierung und Prävention stoppen."
In erster Linie fokussiert sich die Kampagne auf die sozialen Medien. Unter anderem sind die Videos auf den Instagram- und Youtube-Kanälen des BKA zu sehen. Zunächst wurde ein Ankündigungsvideo veröffentlicht, das eine Sammlung offener Fragen aus der Zielgruppe enthält. Im zweiten Schritt ging ein Kampagnenvideo als Instagram-Reel online, indem eine realitätsnahe Szene dargestellt wird. Weitere Videos sollen in den kommenden Monaten folgen, die letzte Aussendung ist für Februar 2024 geplant.
Als Kooperationspartnerin fungiert die Polizei-Influencerin "Annes.Vlog" der Polizei Brandenburg, die die die Kampagne mitinitiiert hat. Sie ist in verschiedenen Aufnahmen zu sehen und zu hören und teilt die Beiträge ebenfalls auf ihrem Instagram-Kanal.
"Die Kampagne orientiert sich an der Dynamik des Phänomenbereichs und versucht, aktuellen Trends und Problemen zeitnah auf präventiver Ebene zu begegnen", erklärt ein Sprecher des Bundeskriminalamts. Und weiter: "Insofern ist die Kampagne ebenfalls offen für weitere Maßnahmen, die Kinder und Jugendliche davor schützen sollen, Opfer und Täter etwaiger Taten zu werden."









