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An einer Tankstelle aus den 1950er Jahren können Interessierte in der "KiekeApp" weitere Informationen abrufen und selbst aktiv werden – Foto: Freilichtmuseum am Kiekeberg

Digitales Angebot

Kiekeberg-Museum launcht eigene App

Das Freilichtmuseum am Kiekeberg hat seit Ende September eine neue digitale Anwendung. Mit der "KiekeApp" ergänzt die Institution den Museumsbesuch um virtuelle Erlebnisse, Videos sowie Audiobeiträge vom Museumsdirektor Stefan Zimmermann sowie von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. So werden die Informationen auf eine neue Art an die Gäste vermittelt. Zudem bietet die App mithilfe einer integrierten Karte mehr Orientierung auf dem Museumsgelände. Interessierte konnten die Anwendung erstmals zur Veranstaltung "Sonntags im Museum – Königsberger Straße" am 24. September 2023 ausprobieren.

Museumsdirektor Zimmermann sagt: "Mit der Kieke-App ergänzen wir das authentische Erlebnis einer Zeitreise in die junge Bundesrepublik um einen digitalen Baustein. Auf sehr zeitgemäße, attraktive und auch unterhaltsame Weise liefert er tiefergehende Informationen zu den beiden Gebäuden." Die "KiekeApp" wurde im Rahmen des Projekts "Die Königsberger Straße – eine digitale Zeitreise in die junge Bundesrepublik" vom Landkreis Harburg, vom Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg, von der Sparkasse Harburg Buxtehude und der VGH Stiftung gefördert.


Für die "KiekeApp" wurde auch ein Logo entwickelt – Foto: Freilichtmuseum am Kiekeberg

Eine Station der "KiekeApp" ist die Tankstelle aus Stade aus den 1950er-Jahren. So ordnet ein Audioguide beispielsweise historische Entwicklungen wie die Motorisierung und die Ölpreiskrise ein. In einem weiteren Hörelemente erzählt Direktor Zimmermann, wie die Kundschaft in der Vergangenheit an der Tankstelle bedient wurde und welche Rolle ein Klingelschlauch dabei spielt. Darüber hinaus gibt es an der Tankstelle eine Augmented-Reality-Funktion. Dabei können Interessierte Bilder mit einem virtuellen Goggomobil TS 250 Coupé aus den 1960er Jahren machen.

Neben der Tankstelle bietet die digitale Anwendung auch Video- und Audiobeiträge zum Fertighaus aus dem Versandhaus Quelle von 1966. Die Nutzer:innen erfahren beispielsweise von der ehemaligen Bewohnerfamilie Gröll, wie sich das Leben auf dem Land modernisiert hat. Zudem wurde das Symbol eines Plattenspielers integriert, der die Gäste in das Quelle-Fertighaus der 1970er Jahre versetzt. Die Nutzenden können dabei zwischen zehn Musiktiteln auswählen, die die Gröll-Söhne gerne hörten – darunter "Carry That Weight" von den Beatles, "Brown Sugar" der Rolling Sones und "Peace Train" von Cat Stevens. Ergänzend dazu zeigen drei virtuelle 3D-Modelle von Fertighäusern, welche Bau- und Wohnmöglichkeiten die Häuser aus dem Versandhauskatalog damals boten.

Lena Heitmann, Projektleiterin der "KiekeApp" im Freilichtmuseum, sieht in der digitalen Anwendung vor allem die Möglichkeit des Austausches zwischen den Generationen: "Während Besucherinnen und Besucher, die die 1950er bis 1970er Jahre erlebt haben, ihre Erinnerungen vor Ort teilen, können nun alle mit der 'KiekeApp' zusätzliche Einblicke erhalten und miteinander ins Gespräch kommen. So bringen die sogenannten 'digital natives' ihre Erfahrungen beim Museumsbesuch mit der Familie ein. Wir wollen bei der 'KiekeApp' Menschen jedes Alters ansprechen und haben auf spannende Geschichten, Funktionen und eine intuitive Bedienung geachtet."

 

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