
Transaktionsnahe Werbeformate gewinnen laut dem "German Digital Advertising Latecast 2023" zunehmend an Bedeutung – Foto: Quallit Design-stock.adobe
Digital Advertising
Digitaler Werbemarkt wächst auf über 15 Milliarden Euro
Bis Ende des Jahres 2023 werden die digitalen Werbespendings voraussichtlich bei 15,6 Milliarden Euro liegen – rund 0,8 Milliarden Euro mehr als im vergangenen Jahr. Zu dieser Prognose kommt der "German Digital Advertising Latecast 2023" der Omnicom Media Group Germany (OMG Germany), Düsseldorf. Damit bleibt der digitale Werbemarkt weiterhin krisenfest und wächst sogar noch. Im gesamten Media-Mix betragen die digitalen Spendings rund 60 Prozent aus und machen dritte Jahr in Folge die Mehrheit der Mediaausgaben aus.

2023 kann der digitale Werbemarkt in Deutschland die 15-Milliarden-Euro-Marke erreichen – Foto: OMG Germany
Das stärkste Feld im digitalen Werbemarkt bildet dabei die Disziplin Search mit 6,3 Milliarden Euro und einem Anteil von 40 Prozent. Danach folgt die Display- und Bewegtbildwerbung. Diese beansprucht ein Drittel der Ausgaben und damit knapp 5,47 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Segment um 5,6 Prozent wachsen, was beinahe ausschließlich auf die Videowerbung zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu stagnier der Markt für Display-Ads. Hinzu kommen die Bereiche Retail Media mit 2,2 Milliarden Euro und Classified & Affiliates mit 1,6 Milliarden Euro.
Sascha Jansen, Chief Digital Officer der Omnicom Media Group Germany, sagt: "Wie unser aktueller 'German Digital Advertising Latecast' belegt, zeigen sich die digitalen Werbe-Disziplinen auch in dem vom Begriff Polykrise geprägten Jahr 2023 erstaunlich widerstandsfähig und erobern im Gesamt-Mediamix weiter Anteile. Die Nachfrage verlagert sich dabei zunehmend in zwei Pole: So sind Video-Formate bei den Werbungtreibenden das Maß der Dinge in der Upper-Funnel-Kommunikation – während im transaktionsgetriebenen Lower-Funnel neben Search immer mehr auch Retail Media zum Einsatz kommt."
Mit dem "German Digital Advertising Latecast" gibt der deutsche Ableger der Omnicom Group einen Überblick über die digitalen Werbespendings in der Bundesrepublik. Im aktuellen Jahr wurde die Analyse bereits zum fünften Mal veröffentlicht. Die Unternehmensgruppe beruft sich dabei auf Erhebungen des IAB Europe, Expertengespräche mit Marktpartner:innen, veröffentlichten Marktzahlen des Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft e. V. (BVDW) und eigenen Prognosen zurück. Da die Übergange von Formaten, Buchungsformen und Disziplinen zunehmend fließend ist, werden Digital-out-of-Home (DOOH), Adressable TV (ATV) und Audio nicht mehr gesondert herausgegeben. Die Zahlen sind entweder in die Display- und Videozahlen des OVK oder bei linearen Signalen in die Statistiken von Radio- und Fernsehwerbung integriert.
Sophie-Marie Jahn 05.12.2023









