
Studierende der Hochschule Augsburg erstellen Marketingkonzept für Riga - Europas Kulturhauptstadt 2014
Studierende der Hochschule Augsburg haben ein Marketingkonzept für Riga, Europas Kulturhauptstadt 2014, entwickelt. Die Studierenden analysierten Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken, und erarbeiteten ein Zielgruppenkonzept mit etlichen Marketingideen, um die lettische Hauptstadt in Deutschland bekannter zu machen.
Lettlands Hauptstadt wird 2014 zusammen mit dem schwedischen Umeå Europäische Kulturhauptstadt sein. Über die Augsburger Partneruniversität Haaga-Helia in Helsinki entstand der Kontakt zu Anna Muhka, Kommunikations- und Marketingleiterin von Riga 2014. Marketingprofessor Manfred Uhl von der Hochschule Augsburg realisierte mit dem finnischen Hochschullehrer Pauli Lindström in der Vergangenheit schon mehrere internationale Studentenprojekte. Für das lettische Non-Profit-Projekt arbeiteten nun 30 finnische und deutsche Studierende beider Hochschulen zusammen.
Ziel sei es, Riga, das vor allem Jugendstil- und Musikfreunden ein Begriff ist, europaweit noch bekannter machen und zu beweisen, dass die Stadt ein attraktives Reiseziel für junge Menschen sei, so die Hochschule. Die Studierenden haben ein zielgruppenspezifische Konzept entwickelt, "das nicht nur bekannte, sondern auch ungewöhnliche Maßnahmen im Gepäck hat". Zu den Vorschlägen gehören unter anderem eine Roadshow in den Regionen mit einer direkten Flugverbindung nach Riga, ein Kurzfilm-Wettbewerb sowie eine "Culture Lane" für die Check-In-Schalter von Baltic Air (in Anlehnung an die übliche "Fast Lane" für Geschäftsreisende).
Vor allem die sofortige Umsetzbarkeit des Konzepts war den Studierenden wichtig. So übergaben sie Anna Muhka eine CD mit hunderten recherchierten Adressen für die Zielgruppenansprache in Deutschland. Der Direktor des Staatlichen Torismusamtes Latvia Travel war vom Konzept der Studierenden so beeindruckt, dass er es für die Ausschreibung einer europaweiten und 1 Million Euro umfassenden Werbekampagne für Lettland 2014 verwenden will.
Manfred Uhl erläutert den Hintergrund der Marketingprojekte an der Hochschule Augsburg: "Drei Dinge sind für uns besonders wichtig. Erstens geht es darum, theoretisches Wissen anwendbar aufzubereiten. Dies reicht in unserem Fall von Zielgruppenmodellen über Werkzeuge für eine Marktanalyse bis hin zu den Besonderheiten im Marketing von Non-Profit-Organisationen. Zweitens sollen die Studierenden konkrete und realistische Aufgabenstellungen erfahren und die Ergebnisse auch 'live' präsentieren. Und drittens arbeiten wir im internationalen Kontext. Das heißt, dass wir sowohl in Kooperation mit unseren Partnerhochschulen außerhalb Deutschlands agieren, als auch Aufgaben anpacken, die Wissen über interkulturelle Rahmenbedingungen benötigen."
Yvonne Wodzak 23.07.2013










