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Burkhard Blienert ist als Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen der Schirmherr der Präventionskampagne – Foto: DAK-Gesundheit/BMG_Höhler

Awareness

Plakatwettbewerb gegen Rauschtrinken wird fortgesetzt

Seit 2010 organisieren die DAK-Gesundheit und der beziehungsweise die Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen einen Plakatwettbewerb gegen Alkoholmissbrauch, an dem Schüler:innen im Alter von 12 und 17 Jahren teilnehmen können. Gesucht werden die besten Plakate, die sich gegen das Rauschtrinken aussprechen. Grund für die Einführung des Wettbewerbs waren die damals mehr als 25.000 Krankenhausbehandlungen von Minderjährigen mit einer Alkoholvergiftung. Insgesamt haben bislang 130.000 Kinder und Jugendliche an dem Wettbewerb teilgenommen.

2024 startet der Plakatwettbewerb unter dem Motto "bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen" in die 15. Runde. Dafür haben die Krankenkasse und der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Burkhard Blienert, rund 11.000 Schulen in ganz Deutschland zum Mitmachen eingeladen. Für die teilnehmenden Schulen stellt das Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) sowohl Unterrichtsmaterialen als auch Informationen für die Eltern zur Verfügung, die Rahmen der Präventionskampagne "Aktion Glasklar" der IFT-Nord konzipiert wurden. Neben Schulklassen können aber auch Gruppen oder Einzelteilnehmer:innen ihre Plakatideen einreichen. Der Einsendeschluss ist der 31. März 2024.

Anschließend wählt jedes Bundesland ein Siegerplakat aus. Aus diesen 16 Plakaten ermittelt dann eine Bundesjury – bestehend aus Blienert, dem DAK-Vorstand Andreas Storm und IFT-Nord-Leiter Prof. Reiner Hanewinkel – einen Bundessieger. Zusätzlich gibt es die Sonderpreise "Junge Talente" und "Instagram". Ersterer richtet sich an untere Altersstufen auf Landes- und Bundesebene. Im Rahmen des Sonderpreises "Instagram" werden bundesweit die besten Bilder ausgezeichnet, die mit dem Hashtag #dakgesundheit oder #buntstattblau hochgeladen wurden. Die Gewinner:innen erwarten Preisgelder in Höhe von 12.000 Euro. 

Blienert, der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, sagt: "Weniger ist mehr: Das gilt ganz besonders beim Griff zum Alkohol. Gerade für Jugendliche ist extensives Trinken hochgefährlich und so gar nicht sexy. Erfreulich ist, dass immer weniger junge Menschen bis zum Umfallen trinken. Trotzdem ist das Rauschtrinken vor allem bei 15- bis 19-Jährigen noch immer sehr verbreitet. Das liegt auch am oft verharmlosenden Image von Alkohol in unserer Gesellschaft. Das gehört verändert. Es ist nicht rational, wie leichtfertig wir mit Alkohol umgehen – weil Alkohol die Gesundheit schädigt, Leben zerstört und beispielsweise etwa jede zehnte Straftat unter Alkoholeinfluss passiert. Das trifft auch und im Besonderen viele Kinder und Jugendliche. Gegen Alkoholmissbrauch leistet die seit Jahren erfolgreiche Präventionskampagne ‚bunt statt blau‘ einen wichtigen Beitrag. Auch 2024 wird sie fortgesetzt. Darum freue ich mich, weiterhin der Schirmherr sein zu dürfen, um die DAK-Gesundheit in ihrem Engagement zu unterstützen."

Positive Bilanz von Verantwortlichen

Die Präventionskampagne des Bundes und der DAK-Gesundheit scheint zu funktionieren. Laut einer Studie der IFT-Nord hat die Mehrheit der Teilnehmenden angegeben, sie hätten durch "bunt statt blau" etwas über die Gefahren von Alkohol gelernt. Da der Wettbewerb überwiegend in den Mittelstufen angeboten werde, falle er in die Phase, in der Minderjährige das erste Mal Alkohol trinken. "Entscheidend ist, dass wir genau dann die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler, nein zu sagen, stärken", erklärt IFT-Nord-Leiter Hanewinkel.

"15 Jahre 'bunt statt blau' sind eine Erfolgsgeschichte. Mit unserem Plakatwettbewerb konnten wir bereits viele Jugendliche für das Thema Alkoholkonsum sensibilisieren", so DAK-Vorstand Storm. Des Weiteren sagt er: "Auch in Zukunft bleibt Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Bei 'bunt statt blau' werden junge Künstlerinnen und Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken. Das macht diese Präventionskampagne so besonders."

Im Jahr 2022 wurden dem Statistischen Bundesamt zufolge rund 11.500 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren in deutschen Kliniken wegen Alkoholmissbrauch behandelt. Das ist ein Prozent weniger als noch 2021. Im Vergleich zu 2019 sind es sogar 43 Prozent weniger. Damit wurde 2022 der niedrigste Stand von Klinikbehandlungen aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung seit 2001 datiert.

 

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