
Seit 2022 wird der "Blaue Kompasse" auf Bundesebene ausgelobt – Foto: BMUV/UBA
Klimaschutz
Bewerbungsphase für "Blauen Kompass" 2024 gestartet
Der alle zwei Jahre stattfindende Bundeswettbewerb "Blauer Kompass" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), Berlin, und des Umweltbundesamtes (UBA), Dessau-Roßlau, geht in die fünfte Runde. Seit dem 16. Januar 2024 können innovative Projekte zur Klimavorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels eingereicht werden. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen zum Hitze- und Arbeitsschutz, klimaresiliente Produkt- und Fertigungskreisläufe, innovative Konzepte zum Umgang mit neuen Krankheitserregern und invasiven Arten, der Anbau klimaangepasster Pflanzensorten, renaturierte Moore und Wälder oder naturbasierte Maßnahmen zur Starkregenvorsorge. 2022 haben unter anderem die Hochwasserallianz Bocholter Aa im Kreis Borken, der Hof Tolle aus Calden bei Kassel, das Hamburger EnergieBauZentrum und MIYA – Fachverband zur Förderung der Miyawaki-Methode e.V. aus Eberswalde gewonnen. Der Publikumspreis ging an den Freundeskreis Technisches Denkmal Brikettfabrik Louise e.V. aus Uebigua-Wahrenbrück.
Bundesumweltministerin Steffi Lemke sagt: "Die Klimakrise und ihre Folgen betreffen uns ganz unmittelbar – nicht irgendwann, sondern jetzt und hier. Wir alle stehen gemeinsam in der Verantwortung, deren Ausmaß und Folgen zu begrenzen. Für die Klimaanpassung von Bund, Ländern und Kommunen haben wir mit dem Bundes-Klimaanpassungsgesetz einen einheitlichen Rahmen geschaffen. Aber wirksame Klimavorsorge gelingt nur im Schulterschluss von Staat und Gesellschaft. Mit dem Bundespreis 'Blauer Kompass' möchten wir deshalb die vielen hervorragenden Projekte zur Klimaanpassung sichtbar machen, mit denen vor Ort in Kommunen, bei Unternehmen und durch die Zivilgesellschaft den Folgen der Klimakrise begegnet wird."
Bis zum 22. März 2024 haben Interessierte die Möglichkeit, sich in den vier Kategorien Kommunen, private und kommunale Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Vereine, Verbände und Stiftungen zu bewerben. Im Nachgang nominieren das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt im Mai 2024 gemeinsam 20 Projekte für den Bundespreis. Dabei werden sie vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und dem Wettbewerbsbüro co2online, beide mit Sitz in Berlin, unterstützt. Zudem wird es einen Publikumspreis geben, für den die Öffentlichkeit ab dem 28. Mai per Online-Voting abstimmen kann.
Anschließend bestimmt Ende Juni 2024 eine Jury aus Expertinnen und Experten des Bundesumweltministeriums, des Umweltbundesamtes, der Kommunalen Spitzenverbände sowie aus Wirtschaft und Forschung jeweils eine Gewinnerprojekt für jede Kategorie. Diese werden bei einer Preisverleihung am 19. September 2024 im Bundesumweltministerium im Rahmen der Woche der Klimaanpassung ausgezeichnet. Die Gewinner:innen erwartet ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro. Zusätzlich erhalten sie Unterstützung bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. So werden unter anderem Kurzfilme über jedes ausgezeichnete Projekt erstellt.
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Sophie-Marie Jahn 17.01.2024









