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Mit der Werbeoffensive wollen die Feuerwehr Hamburg und die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg darüber aufklären, wann die 112 und wann die 116117 gewählt werden sollte – Foto: Feuerwehr Hamburg

Awareness

Kampagne von Hamburger Feuerwehr und Rettungsdienst

Die Feuerwehr Hamburg und die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KVH) haben gemeinsam eine Kampagne entwickelt, um die Bevölkerung über die passende medinische Versorgung aufzuklären. Die Werbeoffensive "116117 oder 112 – Die richtige Nummer im richtigen Moment" soll die Bürger:innen dafür sensibilisieren, die passende Nummer in der jeweiligen Situation zu wählen. Ziel ist es, sowohl die Feuerwehr als auch den Rettungsdienst zu entlasten. Rund 20 Prozent aller Anrufe die bei der Rettungsleitstelle der Feuerwehr (112) eingehen sind keine lebensbedrohlichen Erkrankungen und benötigen keine Behandlung im Krankenhaus. Dafür gibt es die KVH, die vielen Menschen noch unbekannt ist. Das soll sich mit der Kampagne ändern, die die Nummer 116117 stärker in den Vordergrund rückt.

Die Kampagne wurde am 22. Januar 2024 durch den Hamburger Innensenator Andy Grote, der Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer, Jörg Sauermann, kommissarischer Amtsleiter der Feuerwehr Hamburg, und Caroline Roos, stellvertretende KVH-Vorstandsvorsitzende, vorgestellt. Die Werbeoffensive arbeitet mit den beiden Botschaften "Krank und Praxis zu? Wähle die 116117 - den Arztruf Hamburg!"  und "Lebensbedrohlicher Notfall? Wähle den Notruf 112!". Im Mittelpunkt steht ein Film, der verdeutlicht, welche Nummer bei Krankheit oder Verletzung gewählt werden sollte. Die Werbeoffensive wird zunächst in den sozialen Medien ausgespielt. Dort sind unter anderem Reels mit den Protagonistinnen und Protagonisten der Kampagne zu sehen. Ab dem 29. Januar kommen dann auch Plakatmotive auf den Stadtinformationsanlagen an mehr als 400 Standorten im Stadtgebiet zum Einsatz. Darüber hinaus wird die Werbeoffensive auch über Radio-Spots und über das Fahrgastfernsehen des Hamburger Verkehrsverbund (hvv) ausgespielt.

Innensenator Andy Grote sagt: "Die Frauen und Männer unserer Feuerwehr Hamburg genießen zu Recht hohe Anerkennung und hohes Vertrauen in der Bevölkerung. Das darf aber nicht dazu führen, dass sie mit immer mehr Anliegen konfrontiert werden, die kein Fall für den Rettungsdienst sind. Unsere hochqualifizierten Rettungskräfte werden für die echten Notfälle gebraucht. Wer hingegen ohne Not den Notruf wählt, bindet damit Ressourcen, auf die andere womöglich dringend angewiesen sind. Hier sind wir alle in der Verantwortung, uns mit den richtigen Ansprechpartnern und Telefonnummern vertraut zu machen." Jörg Sauermann, kommissarischer Amtsleiter der Feuerwehr Hamburg, erklärt: "Es gibt viele Notfälle im Leben, nicht jeder ist ein Fall für den Notruf. Wir möchten mit dieser Kampagne aufzeigen, dass es auch für nicht lebensbedrohliche Krankheitsfälle rund um die Uhr medizinische Versorgung gibt. Ziel ist es, den Arztruf 116117 noch bekannter zu machen und damit auch zur Entlastung des Rettungsdienstes und der Krankenhäuser beizutragen."

 

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