
Für das Format "Der Wake-Up Call" schlüpft der Schauspieler Rauand Taleb in die Rolle des Diktators Adolf Hitler - Foto: Philipp und Keuntje
Politik
KI-Hitler als Moderator warnt vor Rechtsextremismus
Laut gegen Nazis e.V. hat gemeinsam mit Philipp und Keuntje den Video-Podcast "Der Wake-Up Call" gelauncht. In diesem lässt der Hamburger Verein den rechtsextremen Diktator Adolf Hitler mithilfe von Künstlicher Intelligenz als Moderator auftreten. Seit dem 7. März 2024 verliest er täglich auf Spotify, Instagram, TikTok und YouTube aktuelle Nachrichten beispielsweise zu rechten Videospielen oder rechter Gewalt an Schulen - Themen mit hoher Relevanz, aber nur wenig Aufmerksamkeit. Ziel ist es, auf den Rechtsruck in der Gesellschaft aufmerksam zu machen und die Menschen dazu zu bewegen, Rechtsextremismus nicht zur Normalität werden zu lassen.

Logo des Video-Podcasts - Foto: Philipp und Keuntje
"Um die Menschen heute wirklich wachzurütteln, brauchen wir starke Emotionen. Adolf Hitler ist der Ober-Nazi, das Böse pur. Wer, wenn nicht er, kann uns vor Augen führen, wohin der Rechtsruck führen wird? Wir wollen Hitler aber auf keinen Fall verharmlosen. Ganz im Gegenteil: Der Horror und die mahnende Wirkung Hitlers sind essentiell für die Kraft des 'Wake-Up Calls'", so Jörn Menge, Gründer und Pressesprecher von Laut gegen Nazis.
Für den Video-Podcast konnten der Verein und die Kreativagentur den Schauspieler Rauand Taleb gewinnen, der mithilfe von Deep Fake – einer KI-Technologie – das Aussehen und die Stimme des Diktators erhält. Für diese Arbeit zeichneten WeSound und Kaeptn verantwortlich. Regie führte Pascal Momper, ein Student an der Filmakademie Ludwigsburg. Martin Schatz ist Director of Photography.
Doch will Laut gegen Nazis nicht nur sensibilisieren und die Menschen motivieren, gegen Rechtsextremismus ihre Stimme zu erheben. Der Verein will auch Spenden sammeln, um künftige Projekte zu finanzieren. Von jedem verkauften Kaffee der hauseigenen Marke Arabica Antifaschista kommen je zwei Euro der Vereinsarbeit zugute.

Mithilfe der hauseigenen Kaffemarke "Arabica Antifaschista" sammelt Laut gegen Nazis Spenden für weitere Projekte gegen Rechtsextremismus - Foto: Philipp und Keuntje










