
bcsd kritisiert Passanten-Ranking von Innenstädten
Die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e.V. (bcsd), Berlin, hat sich kritisch zu der von Jones Lang LaSalle vorgelegten Passantenfrequenzmessungen in deutschen Innenstädten für das Jahr 2013 geäußert. Das Frankfurter Immobilienberatungsunternehmen erstellt auf Grundlage der Zählungen ein Rankings der Einkaufsstraßen. Zu den bestplaziertesten Städten gehören in diesem Jahr Dortmund, München und Köln.
Insbesondere die Messungsmethoden von Jones Lang LaSelle werden von der bcsd beanstandet. Das Unternehmen hat an zwei Tagen (Samstag und Donnerstag) jeweils eine Stunde die Passanten in den jeweiligen Einkaufsstraßen der Städte gezählt. Der bcsd kritistiert, dass wetterbedingte Unterschiede, saisonale Schwankungen oder lokale Events, die zeitgleich stattfinden, nicht in die Bewertung eingeflossen sind.
Kritisch zu beurteilen sei außerdem die kurze Aufmerksamkeitsspanne, die die "Gewinner" des Rankings erhalten. Umso größer sei allerdings der Schaden laut der bcsd, wenn die Stadt unverschuldet im Ranking abrutscht – etwa weil es zum Zeitpunkt der Messung einen Platzregen gegeben hat.
Des Weiteren merkt der bcsd an, dass die Erhebungen deutlich von anderen Messungen abweichen. So hat das Hamburger Immobilienunternehmen Engel & Völkers Commercial nahezu zeitlich eine Zählung durchgeführt und weist andere Ergebnisse auf als die Messung von Jones Lang LaSalle.
Die bcsd kündigte in einer Pressemitteilung an, dass sie sich "für normierte Verfahren unter Anwendung zeitgemäßer Erfassungsmethoden der Frequenzmessungen in deutschen Innenstädten stark machen werde". Außerdem will sich die bcsd gemeinsam mit Partnerverbänden dafür einsetzen, noch in diesem Jahr die bis zum Jahr 2008 vom Handelsverband BAG alle vier Jahre realisierten qualitative Datenerhebung zu Situation in den deutschen Innenstädten wiederzubeleben.
Rebekka Hans 09.08.2013










