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Die geschäftsführende Ebene des Berufsverband City- und Stadtmarketing Bayern e. V.: (v.l.) Geschäftsführerin Christiane Kickum, Kassenprüfer Christian Bitter, Stellvertreter Wolfgang Weier, 1. Vorsitzender Klaus Stieringer, Schatzmeister Thomas Most, Beisitzer Hans-Peter Weiß, Beisitzer Steffen Hofmann, Stellvertreter Sebastian Macht, Geschäftsstellenleiterin Beatrix Grösgen – Foto: AKCS

Innenstadt

Stadtmarketingverband in Bayern wählt Vorstand

Der Berufsverband City- und Stadtmarketing Bayern e. V. (AKCS) mit Sitz in Bamberg hat im Rahmen seiner Mitgliederversammlung Mitte März 2024 erneut seinen Vorstand gewählt. Dabei wurden Klaus Stieringer, Geschäftsführer des Stadtmarketing Bambergs, als Präsident und Christiane Kickum, geschäftsführende Vorsitzende der City Initiative Donauwörth, als Landesgeschäftsführerin bestätigt. Zudem wurde Wolfgang Weier, Leiter des Stadtmarketings "Würzburg macht Spaß", in seiner dritten Amtszeit als Vizepräsident gewählt. Das AKCS-Präsidium setzt sich weiterhin aus dem Schatzmeister Thomas Most sowie den beiden Beisitzern Hans-Peter Weiß und Steffen Hofmann zusammen. Neu dabei ist außerdem Sebastian Macht, Vorsitzender des MAKnetisch e. V. aus Marktredwitz.

Auf der Mitgliederversammlung hat der Verband zudem vor dem Funktionsverlust von bayerischen Innenstädten gewarnt. Herausforderungen wie die Kaufhof-Insolvenz, der Fachkräftemangel und die steigenden Kosten in den Bereichen Personal, Energie und Material würden demnach zu einem zunehmenden Leerstand in den zentralen Innenstadtlagen Bayerns führen. Präsident Stieringer erläutert: "Die Schließung von Geschäften setzt einen Teufelskreis in Gang. Leerstehende Ladenflächen schrecken Besucher und potenzielle Kunden ab, was die Attraktivität der Innenstädte mindert und die Kaufbereitschaft negativ beeinflusst. Der Onlinehandel verstärkt diesen Trend zusätzlich."

Daher setzt sich der AKCS für die Zukunftsfähigkeit der bayerischen Innenstädte ein und fordert ein entschlossenes Handeln von zuständigen Behörden. Im Zuge dessen ruft der Verband alle Akteure auf, gemeinsam gegen den Funktionsverlust in den Innenstädten vorzugehen. "Nur durch kreative Lösungen, Zusammenarbeit und gezielte Förderung können wir die Attraktivität unserer Stadtzentren erhalten und den Leerstand bekämpfen", so Stieringer. Der Appell an die Landesregierung, kommunale Marketinggesellschaften stärker zu unterstützen, zeige bereits erste Erfolge. Denn über das Förderprojekt des bayerischen Wirtschaftsministeriums werden Citymarketing-Organisationen finanziell unterstützt, um Projekte durchzuführen oder sich personell besser auszustatten.

Ein weiteres Anliegen des bayerischen City- und Stadtmarketingvereins ist das Schaffen von mehr Erlebnis- und Begegnungsflächen, um die lokale Wirtschaft zu beleben und Städte attraktiver zu gestalten. Geschäftsführerin Kickum betont: "Wir benötigen attraktive Alternativen zu digitalen Begegnungen, um die Menschen wieder in unsere Städte zu ziehen." Daher fordert das AKCS seit Jahren mehr und flexiblere Einkaufsnächte im Freistaat – ohne Anlassbindung und örtliche Begrenzung –, um die Innenstädte zu beleben. Wolfgang Weier, stellvertretender Vorsitzender des AKCS, unterstreicht: "Bewährte Maßnahmen wie diese sollten wir voll ausschöpfen dürfen. Wir hoffen auf die von Ministerin Scharf angekündigte Änderung des Ladenschlussgesetzes." Zudem sieht der Verband weiteren Handlungsbedarf im Bereich der Digitalisierung. Laut Stieringer sind innovative Ansätze notwendig, um den stationären Handel zu stärken. Der Stadtmarketingkongress "Zukunft.Stadt" im April 2022, den der AKCS mit Unterstützung des bayerischen Wirtschaftsministeriums durchführt, soll dabei erste Impulse liefern.

 

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