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Deutscher Landkreistag untersucht Entwicklungsbedingungen und Potenziale in den Landkreisen

Der Deutsche Landkreistag (DLT) hat unter dem Titel "Stark in der Fläche – Entwicklungsbedingungen und Potenziale in den Landkreisen" ein Papier erarbeitet. In diesem werden besondere Potenziale der Fläche – verstanden als die Betrachtungsebene der 295 Landkreise mit Ausnahme der 107 kreisfreien Städte – dargestellt. ERgänzt wird dies durch aktuelles Zahlenmaterial der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, wie die Datensammlung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung "INKAR 2011 – Indikatoren und Karten zur Raum- und Stadtentwicklung". Darauf basierend hat der Deutsche Landkreistag eigene Auswertungen vorgenommen, Daten analysiert sowie insgesamt 27 Karten und Grafiken erstellt.

Mit der Publikation, die kostenlos über den Deutschen Landkreistag (edith.keller@landkreistag.de) bezogen werden kann oder zum Download (PDF)zur Verfügung steht, will der Deutsche Landkreis belegen, dass und warum Deutschland stark in der Fläche ist, und was es für Potenziale zu heben gilt. Insofern verstehe sich die Darstellung ausdrücklich als Faktensammlung mit positiver Botschaft und Stoßrichtung, um zu zeigen, dass die Fläche über eine Zukunftsperspektive verfüge, die es – freilich in Anbetracht der großen Herausforderungen, z.B. bezogen auf demografische Veränderungen – zu entwickeln gelte.

"Die Fläche ist Ort zahlreicher Wirtschaftsunternehmen, sei es als Standort flächenintensiver Industrien, sei es als Produktionsfaktor in der Landwirtschaft oder als Heimat und Standort zahlreicher Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe. Sie ist damit unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Wirtschaftskraft und des nationalen Produktionspotenzials", erklärt DLT-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Hans-Günter Henneke. "Insbesondere flächenintensive Industrien sind in den Landkreisen beheimatet, die einer der wesentlichen Stützpfeiler für die deutsche Spitzenposition im internationalen Vergleich sind. Gemeinsam mit dem Mittelstand tragen sie erheblich zur wirtschaftlichen Stabilität bei, wobei es gerade diesen dezentralen Strukturen zu verdanken ist, dass Deutschland so gut durch die Wirtschafts- und Finanzkrise gekommen ist."

In Anbetracht demografischer Veränderungen, fiskalischer Zwänge und globaler Wirtschaftstrends könne man es sich daher nicht leisten, die Fläche lediglich als "Zwischenraum" mit abgeleiteten Funktionen zu betrachten und staatliche Entwicklungsimpulse auf einige wenige "metropolitane Wachstumskerne" zu konzentrieren.

 

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