ANZEIGE

Im Jahr 2040 wird voraussichtlich fast ein Drittel der deutschen Bevölkerung 65 Jahre oder älter sein - PFoto: ArTo/AdobeStock

Demografische Entwicklung

Anteil der älteren Menschen in Deutschland steigt bis 2040 an

Die deutsche Bevölkerung wird immer älter. Zu dieser Erkenntnis kamen in den vergangenen Jahren zahlreiche Studien und Auswertungen demografischer Daten. Auch die jüngste Berechnung, die "Bevölkerungsvorausberechnung 2040" des Datenportals wegweiser-kommune.de, bestätigt diese Entwicklung. Demnach wird der Anteil der Personen im Alter ab 65 Jahren zwischen 2020 und 2040 von 22 Prozent auf 28 Prozent ansteigen.

Zurückzuführen ist das auf den Umstand, dass die geburtenstarken Jahrgänge in den kommenden Jahren ins Rentenalter eintreten werden. So ist davon auszugehen, dass im Jahr 2035 rund 16,2 Millionen Menschen in Deutschland und damit 14,8 Prozent der Bundesbevölkerung zwischen 65 und 79 Jahren sind. Zum Vergleich: 2020 lag dieser Wert bei 12,3 Millionen. Laut Prognosen wird der Prozentsatz aufgrund der schwächeren Jahrgänge in den Folgejahren allerdings um knapp einen Punkt gegenüber 2035 zurückgehen.

Auch der Anteil der 80-Jährigen wird in den kommenden Jahren deutlich zunehmen – vor allem ab dem Jahr 2027, so die Erhebung von Wegweiser Kommune. Hochrechnungen zufolge leben in drei Jahren rund 5,8 Millionen Seniorinnen und Senioren ab 80 Jahren in Deutschland, 2040 sind es dann 7,7 Millionen. Der Anteil an der Gesamtbevölkerung Deutschlands liegt dann bei 9,2 Prozent.

Insgesamt wird sich das Medianalter in den kommenden 16 Jahren erhöhen und durchschnittlich von 45,9 auf 47,1 Jahre (+ 1,2 Jahre) ansteigen. Bis auf das Saarland, das einen Reduzierung des Medianalters um 0,3 Jahre verzeichnen könnte, sind alle Bundesländer betroffen. Die Werte reichen von einem Plus von 0,6 (Nordrhein-Westfalen – 45,5 Jahre) bis 1,9 Jahren (Berlin – 41,2 Jahre & Mecklenburg Vorpommern – 50,7 Jahre).

Regionale Schwankungen wird es der Vorausrechnung zufolge auch in der gesamtdeutschen Bevölkerungsentwicklung geben. So liegt der Wert in den Flächenländern zwischen einem Plus von 4,6 Prozent in Baden-Württemberg und einem Minus von 12,3 Prozent in Sachsen-Anhalt. In den Stadtstaaten entwickelt sich die Bevölkerung bis 2040 voraussichtlich positiv (Berlin + Hamburg = je 5,8 %, Bremen =1,1 %).

Für die Kommunen hat diese Prognose eine große Bedeutung. Denn die Zunahme des Anteils der älteren Bevölkerung bedeutet auch eine Verschärfung des Fachkräftemangels. Um dem zu begegnen, braucht es nicht nur Recruiting-Kampagnen für die jungen Generationen, sondern auch Konzepte und Lösungsansätze sowie Förderprogramme von Bund und Ländern.

zurück

Anja Lüth 02.05.2024

 

Aktuelle Ausgabe

5-6/2026

Marketplace

Präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre Dienstleistungen. Zum Marketplace









Newsletter

Save the Date

Weitere Publikationen

Place Brands
Persönlichkeiten im Stadtmarketing

Social Media

Abonnement hier widerrufen

Weitere Webseiten