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Seit dem 8. Mai 2024 verweist ein Wahlbanner am Offenbacher Stadthaus auf die anstehende Europawahl – Foto: Stadt Offenbach/georg-foto, offenbach

Wahlbeteiligung

Offenbach rührt Werbetrommel für Europawahl

Anlässlich der bevorstehenden Europawahl am 9. Juni 2024 hat die Stadt Offenbach eine Informationskampagne gestartet. In der hessischen Stadt leben etwa 69.000 Wahlberechtigte. Davon dürfen rund 7.000 Menschen erstmals bei einer Europawahl ihre Stimme geben, 2.500 Personen wählen generell zum ersten Mal. Unter dem Slogan "Europa – bleib´ stabil!" machen seit dem 9. Mai – passend zum Europatag – Banner und Plakate in Offenbach auf die Wahl des Europäischen Parlaments aufmerksam. Ein großes Wahlbanner wurde bereits am 8. Mai am Stadthaus aufgehangen. Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke teilt mit: "Wie bei den Wahlen in den vergangenen Jahren nutzen wir das großflächige Banner, um möglichst viele Menschen auf diesen wichtigen Termin und die mögliche Briefwahl aufmerksam zu machen. Dafür ist das Stadthaus an unserem verkehrsreichen Marktplatz ein idealer Ort. Zusätzlich stellen wir aber auch in den Sozialen Kanälen der Stadt wieder gezielt Informationen zur Wahl bereit." Zusätzlich werden Videos und Beiträge auf Facebook und Instagram ausgespielt.

Oberbürgermeister Schwenke betont: "In Zeiten von Krieg in der Ukraine, zunehmendem Fremdenhass und anti-europäischen Tendenzen in Politik und Gesellschaft wird der Slogan ergänzt um den Zusatz 'Für ein sicheres Morgen' – auch damit sprechen wir gezielt die Zukunftsperspektiven der jungen Generation an. Das Europäische Parlament, das neu gewählt wird, befasst sich mit konkreten alltäglichen Dingen wie ein gemeinsames Ladekabel für mobile Geräte, Reisen ohne Grenzkontrollen oder einheitliche Umweltstandards. Die gewählten Abgeordneten geben aber auch die großen Leitlinien für die Staaten der Europäischen Union vor, wenn es um Frieden, Freiheit, Wirtschaft und Wohlstand auf unserem Kontinent geht. Deshalb ist es so wichtig, dass möglichst viele Menschen ihr Wahlrecht ausüben."

Die Offensive legt dabei einen besonderen Fokus auf Erstwähler:innen. Das wird auch mit dem Claim deutlich, denn dieser greift mit dem Wort "stabil" bewusst die Jugendsprache auf. Der Begriff wird im Jugendjargon als Synonym für "gut" oder "cool" verwendet. Zugleich steht "stabil" aber auch für Beständigkeit, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Kraft. Fabian El Cheikh, Leiter des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit, sagt: "Erstmals dürfen Jugendliche bereits ab 16 Jahren ihre Stimme bei der Europawahl abgeben. Diese jungen Menschen können und sollen über die Zukunft Europas und damit auch über ihre eigene Zukunft mitentscheiden." Er verweist auch auf die Aussagen vieler Wahlforschenden: "Diese betonen immer wieder, wie wichtig es ist, dass junge Menschen zur Stimmabgabe motiviert werden. Wer in jungen Jahren sein Wahlrecht nicht wahrnimmt, tut das häufig auch im höheren Alter nicht mehr. Deshalb möchten wir vor allem auch die jungen Wähler erreichen."

Um junge Wählende zu erreichen, hat das Amt für Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam mit Jugendlichen aus Offenbachs Partnerstädten Esch-sur-Alzette in Luxemburg und dem französischen Puteaux zudem zu einer Jugend-Jumelage – auch Jugendbegegnung genannt – eingeladen. "Jugendliche aus den Partnerstädten Esch-sur-Alzette in Luxemburg und Puteaux in Frankreich sind unserer Einladung nach Offenbach gefolgt und haben hier ein gemeinsames Video zur Wahl gedreht, das in den kommenden Wochen ebenfalls über die Sozialen Medien in allen drei Partnerstädten ausgestrahlt wird", erklärt Bettina Jöst, die für den Bereich Städtepartnerschaften zuständig ist.

Darüber hinaus hat sich Oberbürgermeister Schwenk einem gemeinsamen Wahlappel des Finanzplatzes Frankfurt/Rhein-Main angeschlossen, dass sich für ein starkes, demokratisches Europa ausspricht.  "Europa ist ein Gewinn für Menschen und Wirtschaft in Städten, Regionen und im Land. Davon profitiert auch Offenbach als Teil des Finanzplatzes Rhein-Main", betont Schwenke. An dem Appell sind neben Offenbach auch die Städte Frankfurt am Main und Eschborn, das Land Hessen sowie weitere Verbände und Interessensgemeinschaften beteiligt. Sie heben die Bedeutung eines demokratischen, freiheitlichen und toleranten Europas für ein friedliches Zusammenleben und für ein wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand hervor.

 

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