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Seit der Spielzeit 2020/2021 ist Robin Davis am Theater Pforzheim tätig. Ab dem kommenden Jahr arbeitet er am Bühnen und Orchester Bielefeld – Foto: Sebastian Seibel

Generalmusikdirektion

Robin Davis zieht es nach Bielefeld

Nach fünf Jahren als Generalmusikdirektor am Theater Pforzheim wechselt Robin Davis in gleicher Position an das Drei-Sparten-Haus Bühnen und Orchester Bielefeld (BBO) – ein Zusammenschluss aus dem Theater Bielefeld und den Bielefeldern Philharmonikern. Er übernimmt die Nachfolge von Alexander Kalajdzic mit Beginn der Spielzeit 2025/26. Zu dieser Entscheidung kam der Rat der Stadt Bielefeld in seiner Sitzung am 23. Mai 2024 und folgt damit der Empfehlung des BBO-Betriebsausschusses. Zuvor hatte sich bereits die zwölfköpfige Findungskommission – bestehend aus Vertreter:innen der Stadt Bielefeld sowie des Betriebsausschusses, der Intendanz, des Orchestervorstands, des Ensemble sowie Leitungsmitglieder der BBO – einstimmig für Davis ausgesprochen.

Insgesamt gingen 130 Bewerbungen für die Position der Generalmusikdirektion der BBO ein. Bei einer Finalrunde stand die letzten drei Kandidaten vor der Aufgabe, ein Symphoniekonzert zu dirigieren. Mit rund 1.000 Besucher:innen waren alle drei Vorstellungen nahezu ausverkauft. Auch das dazugehörige Programmheft war schnell vergriffen. Laut der Stadt Bielefeld galt dies als Einladung an Konzertgäste, sich über die Kandidaten und die Aufgaben eines Generalmusikdirektors zu informieren. Darüber hinaus waren auch die Bielefelder Philharmoniker mit einem eigenen Gremium an dem Auswahlprozess beteiligt. Dr. Udo Witthaus, Beigeordneter für Kultur der Stadt Bielefeld und Leiter der Findungskommission, sagt: "Es war spannend bis zum letzten Moment. Alle Final-Kandidaten haben sich auch in den von ihnen dirigierten Symphoniekonzerten – der letzten der drei Bewerbungsrunden – auf höchstem musikalischem Niveau präsentiert."

Schlussendlich konnte sich Davis in dem mehrstufigen Bewerbungsverfahren durchsetzen. Der Brite überzeugte die Findungskommission auf allen Ebenen und zeichnete sich insbesondere mit einer professionellen Leichtigkeit aus. BBO-Intendantin Nadja Loschky erklärt: "Robin Davis hat uns sowohl mit seinen Ideen zur zukünftigen Programmentwicklung als auch mit seinen Fähigkeiten als Dirigent vollends überzeugt. In seiner Konzerteinführung konnten wir zudem sehen, dass er ein Publikum mit seiner lebendigen und kommunikativen Art auf Augenhöhe begeistern und großes Interesse für die Musik wecken kann." Marcus Kleinkes, stellvertretender Vorsitzender des BBO und ebenfalls Mitglied in der Findungskommission, ergänzt: "Robin Davis passt einfach hervorragend in unsere Stadt. Ich bin mir sicher, dass er den auch überregional hoch angesehenen künstlerischen und atmosphärischen Bielefelder Weg der Bühnen und Orchester tatkräftig unterstützen und vorantreiben wird."

Davis blickt seiner neuen Aufgabe mit Freude entgegen: "Das Orchester ist toll und hat eine wunderbare Klangkultur. Besonders reizvoll ist für mich das breite Programm der Philharmoniker, das nicht nur aus Klassikkonzerten, sondern vielen anderen Genres wie Jazzformaten besteht. Außerdem freue ich mich darauf, mit dem Publikum in Kontakt zu kommen und meine Leidenschaft für die Musik weiterzugeben. Auch die Nachwuchsarbeit liegt mir am Herzen. Ich habe schon viele Ideen im Kopf und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit dem Orchester und allen Abteilungen des Theaters." Neben dem Theater Pforzheim gehören auch das Theater Dortmund, das Oldenburgische Staatstheater, das Theater Lüneburg und das Salzburger Landestheater zu den Stationen von Davis. Zuvor studierte er Mathematik in Cambridge und anschließend Klavierbegleitung sowie Dirigieren.

 

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