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Der Landkreis München ist die strukturstärkste Region in Deutschland – Foto: IW Consult

Standortentwicklung

Bayerische Gebiete überzeugen im Regional-Ranking

Die IW Consult – ein Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln – analysiert alle zwei Jahre, welche Regionen in Deutschland besonders lebenswert sind, über einen guten Arbeitsmarkt verfügen und stabile Wirtschaftsstrukturen haben. 2024 wurden insgesamt 400 Landkreise und kreisfreie Städte von Expertinnen und Experten unter die Lupe genommen. Der Fokus lag dabei auf der Lebensqualität, der Wirtschaftsstruktur und dem Arbeitsmarkt. Schlussendlich haben die Wissenschaftler:innen 14 Indikatoren identifiziert, die die regionale Struktur maßgeblich prägen, darunter die Steuerkraft, die Ärztedichte, der Anteil hochqualifizierter Beschäftigter, die Kriminalitätsrate, die Verschuldung sowie die Zu- und Abwanderung.

Das aktuelle Ranking wird vom Landkreis München angeführt. Die Region punktet insbesondere mit der Lebensqualität vor Ort und der Wirtschaftsstärke. Auf Platz zwei folgt Mainz. Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt hat in den vergangenen Jahren im Ranking aufgeholt und sicherte sich beispielsweise bei der wirtschaftlichen Entwicklung die volle Punktzahl. IW Consult zufolge profitiert die Stadt vom ansässigen Pharma-Unternehmen BioNTech sowie von Investitionen in Klimaschutz, Mobilität, Grün- und Erholungsflächen sowie Infrastruktur und Schulen. Den dritten Rang im IW-Ranking belegt Coburg. Hidden Champions sind unter anderem der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen in Bayern, der bundesweit die meisten Solaranlagen aufweist, und der Landkreis Dithmarschen. Die Region in Schleswig-Holstein liegt im Bereich der Windkraft vorne.

Allerdings zeigt das Ranking auch, dass jede vierte Region in Deutschland strukturschwach aufgestellt. "Oft sind in diesen Regionen die Steuern zu hoch, es fehlen qualifizierte Fachkräfte und die Bedingungen für Unternehmen sind nicht attraktiv, um sich dort anzusiedeln", sagt IW-Experte und Co-Autor der Studie Hanno Kempermann. Demnach sei die Regionalpolitik nun gefragt und müsse handeln.

 

 

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