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Viele Akteure deutscher Innenstädte erweitern ihr Angebot zunehmend um digitale Komponenten – Foto: TZ Wismar/Anibal Trejo

Stadtentwicklung

Bitkom veröffentlicht Paper zur Zukunft der Innenstadt

Digitale Technologie tragen maßgeblich zur Revitalisierung von deutschen Innenstädten bei. Die Arbeitskreise Retail und Smart City/Smart Region des Berliner Digitalverbands Bitkom haben sich daher detaillierter mit der digitalen Zukunft der Innenstädte auseinandergesetzt. In dem Whitepaper "Digitale Zukunft Innenstadt" haben die Verantwortlichen Strategien und Praxisbeispiele in den Bereichen Mobilität, Shopping, Gastronomie und Analytics aufgezeigt, die maßgeblich zu einer digitalen und zukunftsfähigen Innenstadt beitragen.

Mit Blick auf die Mobilität helfen zum Beispiel multimodale Angebote dabei, die Anreise in die Innenstadt zu vereinfachen. Zudem können mit einer intelligenten Verkehrssteuerung und einer digitalen Parkraumbewirtschaftung Staus reduziert werden. Im Shopping-Bereich können die Innenstadtakteure  von Retailtech-Plattformen, Apps und digitalen Touchpoints profitieren. Dadurch können mitunter Wartezeiten reduziert und ein personalisiertes Einkaufserlebnis geschaffen werden. Einen Schritt weiter gehen Läden ohne Personal, die beispielsweise komplett auf Selbstbedienungskassen setzen. Darüber hinaus empfiehlt Bitkom Einzelhändler:innen, Omnichannel-Strategien zu entwickeln, digitale Präsenzen aufzubauen und ihr Angebot darauf auszuweiten. So sollten auch Reservierungen und Bezahlvorgänge digital möglich sein.

Im Gastronomie-Segment könnten Akteure Apps zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung nutzen. Eine bekannte Plattform ist beispielsweise die Anwendung "Too good to go". Eine weitere Möglichkeit für Gastronominnen und Gastronomen sind eigene Lieferangebote. Das Erlebnis in der Innenstadt selbst kann durch Stadt-Apps oder Augmented-Reality-Angebote ergänzt werden, die die reale Welt mit dem digitalen Raum verknüpfen. Zusätzlich sind Analysen und Befragungen hilfreich, das Erlebnis vor Ort zu verbessern. Dazu gehören beispielsweise digitale Werbewirkungsmessungen oder Besucheranalysen.

Nastassja Hofmann, Bitkom-Referentin Digitale Transformation, sagt: "Eine große Auswahl, ausführliche Produktinformationen und bequeme Lieferung – was Verbraucherinnen und Verbraucher am Online-Handel schätzen, können sich auch stationäre Einzelhändler zunutze machen, um den Einkauf vor Ort attraktiv zu gestalten. Mit digitalen Tools wie Online-Verfügbarkeitsprüfung, Click&Collect oder digitalen Preisschildern stellt sich der Handel zunehmend hybrid auf. Bei der Zukunft der Innenstädte aber geht es um mehr, als lediglich Anwendungen aus dem Online-Shopping in den Store vor Ort zu übertragen. Digitale Technologien bieten das Potenzial, das Einkaufen in der Innenstadt praktischer und stressfreier zu gestalten."

 

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