
(v.l.) Martin Seiler (DB-Vorstand Personal), Sven Strecker (DB Regio, KiN), Ralf Damde, Vorsitzender Gesamtbetriebsrat DB Regio, Evelyn Palla, DB-Vorständin Regionalverkehr, Andrea Richter (DB Regio, KiN) und Jens Schwarz, Vorsitzender Konzernbetriebsrat Deutsche Bahn, präsentieren die "#mehrAchtung"-Kampagne der Deutschen Bahn – Foto: DB/Volker Emersleben
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Deutsche Bahn fordert mehr Respekt für Mitarbeitende
Anlässlich der aktuell in Deutschland stattfindenden Fußball-Europameisterschaft der Herren hat die Deutsche Bahn AG (DB), Berlin, eine Kampagne entwickelt, die zu mehr Respekt gegenüber den Mitarbeiter:innen des Konzerns aufruft. Unter dem Titel "#mehrAchtung" verdeutlicht die Offensive seit dem 12. Juni 2024: Auch das Personal der DB verdient Fair Play. So wird zum Beispiel über Lautsprecheransagen in den Zügen, die an Spieltagen die EM-Stadien und Fanmeilen anfahren, an ein faires Verhalten gegenüber den Mitarbeitenden erinnert. Während der Zeit der Fußball-EM hat die DB den Mitarbeiter-Pool an den Bahnhöfen und Zügen um 20 Prozent aufgestockt – insbesondere das Sicherheitspersonal. Insgesamt sind rund 5.400 Sicherheitskräfte der DB im Laufe der Sportevents im Einsatz. Davon wurden knapp 900 extra für die EM eingestellt.
Zudem ist die DB seit Neuestem auch Mitglied der Sicherheitsallianz #mehrAchtung, die vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) initiiert wurde. Ziel des Zusammenschlusses von über 60 Institutionen und Verbänden aus dem Mobilitätsbereich ist es, das Verkehrsklima zu verbessern, Ablenkungen zu verringern sowie die Sicherheit der Fahrgäste und der anderen Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen. Die DB habe sich eigenen Angaben zufolge dazu entschieden, dem Bündnis beizutreten, da die Zahl an verbalen und tätlichen Angriffen auf DB-Mitarbeitende zunehmend gestiegen ist. 2023 habe es mehr als 3.000 Angriffe gegeben. Zwei Drittel davon betrafen das Zugpersonal im Regionalverkehr.
Martin Seiler, DB-Vorstand Personal, sagt: "Verbale oder tätliche Angriffe gegen unsere Mitarbeitenden – das geht gar nicht! Wir wollen und müssen auch mehr Bewusstsein bei unseren Fahrgästen für die Herausforderungen unserer Mitarbeitenden schaffen und zeigen: Wir brauchen mehr Rücksicht, Aufmerksamkeit und Respekt – gerade in unseren Zügen, Bussen und Bahnhöfen. Das möchten wir mit der '#mehrAchtung'-Kampagne deutlich machen. Mit der Beteiligung an diesem Bündnis setzen wir ein wichtiges Zeichen. Mein Dank für die Initiative, mit der wir unsere Fahrgäste erreichen wollen, gilt dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat. Nur gemeinsam können wir mehr Sicherheit erreichen."
Laut Angaben der Deutschen Bahn investiert der Konzern bundesweit mehr als 200 Millionen Euro in die Sicherheit der Mitarbeitenden sowie Kundinnen und Kunden. Um die Sicherheit weiterhin zu erhöhen, stattet die DB mehr Mitarbeitende im Regionalverkehr mit Bodycams aus. Seit Juni 2024 sind auch Kundenbetreuer:innen in Hessen und Nordrhein-Westfalen erstmals mit Bodycams unterwegs. In weiteren Bundesländern sind die Bodycams bereits im Einsatz. Der DB zufolge habe sich die Geräte in Pilotversuchen im Regionalverkehr sowie bei Sicherheitskräften sehr gut bewährt. "Die Sicherheit unserer Kolleginnen und Kollegen ist nicht verhandelbar. Wir schützen unsere Mitarbeitenden unter anderem dadurch, dass wir sie in Trainings auf kritische Situationen vorbereiten und sie mit Bodycams ausstatten. Gerade die Bodycams bieten wirksamen Schutz vor Übergriffen. Jetzt muss das Thema Sicherheit in den Verkehrsverträgen eine stärkere Rolle spielen. Wir werden daher mit den Aufgabenträgern und den Bundesländern, die den Regionalverkehr bestellen, über technische Lösungen, über mehr Personal und über eine nachhaltige Finanzierung sprechen", so Evelyn Palla, DB-Vorständin Regionalverkehr.
Sophie-Marie Jahn 24.06.2024










