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Léontine Meijer-van Mensch kehrt in ihre Heimat zurück und wird Gründungsdirektorin des Rotterdamer Stadtmuseums - Foto: Yves Sucksdorff

Stadtmuseum

Léontine Meijer-van Mensch gründet Museum in Rotterdam

Erst kürzlich haben die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden den baldigen Weggang von der aktuellen Generaldirektorin Dr. Marion Ackermann verkündet. Nun folgt der nächste personelle Wechsel: Léontine Meijer-van Mensch, aktuell Direktorin der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen (SES), wird die Organisation zum 1. Oktober 2024 verlassen. Sie folgt einem Ruf der Stadt Rotterdam (Niederlande), die im Begriff ist, ein Stadtmuseum zu eröffnen. Meijer-van Mensch soll die Gründungsdirektion übernehmen.

"Wir heißen Léontine mit offenen Armen willkommen. Mit ihrer Machermentalität, ihrem Optimismus und ihrem Mut sehen wir sie als die perfekte Person, um Rotterdams neues Stadtmuseum weiter zu gestalten", sagt Patrick van Thiel, Vorsitzender des Aufsichtsrats des Museum Rotterdam.

Meijer-van Mensch arbeitet seit Februar 2019 als SES-Direktorin. Ihre berufliche Karriere startete sie als Dozentin an der Amsterdamer Hochschule der Künste sowie als freie und wissenschaftliche Mitarbeiterin für verschiedene Museen. Von 2014 bis 2017 wirkte die gebürtige Niederländerin als stellvertretende Direktorin am Museum Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin (Stiftung Preußischer Kulturbesitz). 2017 folgt eine Anstellung als Programmdirektorin und stellvertretende Direktorin des Jüdischen Museums Berlin, für das sie bereits in der Gründungsphase gearbeitet hatte. Sie fungierte außerdem unter anderem als Gründungspräsidentin des Internationalen Komitees für Sammeln (COMCOL) des International Council of Museums (ICOM) und seit 2016 als gewähltes Mitglied des Executive Council des Internationalen Museumsrats ICOM.

Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, bedauert den Weggang Meijer-van Mensch: "Unter der Leitung von Léontine Meijer-van Mensch haben die SES eine beeindruckende Entwicklung erlebt, angefangen bei der Neugestaltung des Museums für Völkerkunde in Leipzig. Dafür hat sie eine hohe Förderung des Bundes nach Sachsen geholt, die uns kulturpolitisch sehr geholfen hat. Auch das Völkerkundemuseum in Herrnhut hat sich mit ihrer Führung auf neue Wege begeben, um regional und international noch besser zu strahlen. Besonders dankbar bin ich für den bedachten wie empathischen Umgang mit der Restitution von Kunstwerken, die unrechtmäßig in unserem Besitz sind, und besonders auch mit der Repatriierung menschlicher Überreste. Die gemeinsamen Termine dazu waren sehr bewegend und von großer Wärme getragen, wie jede Begegnung mit Léontine Meijer-van Mensch."

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Anja Lüth 12.07.2024

 

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