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Die Dialektkampagne steht unter dem Dach von "So geht sächsisch" – Foto: Screenshot der Website saechsisch-fuer-alle.de zu finden. (17.07.2024, 08:47 Uhr)

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Sachsen zeigt, wie vielfältig der sächsische Dialekt ist

Der sächsische Dialekt hat in Deutschland keinen guten Ruf. Im Dialekt-Ranking 2023 des Sprachunternehmens Preply gaben 37,6 Prozent der Befragten an, dass sie Sächsisch am nervigsten finden. Damit belegt der sächsische Dialekt mit großem Abstand den ersten Platz. Auf Rang zwei und drei folgen Schwäbisch (19,3 %) und Bairisch (18,6 %). Nun hat die Sächsische Staatskanzlei in Dresden eine Kampagne gestartet, um die Vielfalt der sächsischen Mundarten zu zelebrieren. Die Offensive mit dem Titel "Sächsisch für Alle!" gibt einen Einblick in die fünf verschiedenen Sprachräume Sachsens. Dazu gehören das Osterländische im Raum Leipzig und nördlich davon, das Obersächsisch-Meißnische mit Dresden im Zentrum, das Vogtländische im Südwesten das Erzgebirgische im Süden beziehungsweise Südwesten und das Oberlausitzische im Osten.

Ministerpräsident Michael Kretschmer betont: "Mit der neuen Aktion wollen wir unseren Dialekt feiern. Denn der ist ein Stück sächsischer Identität und bedeutet Heimat, Stolz, Vertrautheit und Vielfalt." Zudem ergänzt er: "Was uns aber alle verbindet: Wir lieben unseren Dialekt. Wir tragen ihn im Herzen und selbstbewusst auf der Zunge. Es ist wichtig, diesen Reichtum zu bewahren."

In der Kampagne verfolgt die Staatskanzlei einen selbstbewussten, aber selbstironischen Ansatz. Ein Imagefilm greift die regionalen Unterschiede auf und zeigt, wie divers der sächsische Dialekt ist. Auf der eigens entwickelten Landingpage saechsisch-fuer-alle.de stehen Informationen zu den einzelnen Sprachräumen sowie wissenschaftliche Hintergründe zur Sprachentwicklung und Historie zur Verfügung. In animierten Clips werden außerdem verschiedene sächsische Begriffe erklärt. Auch Botschafter:innen der sächsischen Mundart kommen auf der Website zu Wort.

Des Weiteren sind Projekte und Aktionen mit "Grande Dames und Grandseigneurs" des sächsischen Dialekts geplant, zum Beispiel mit Kabarettisten und Schauspieler Tom Pauls. Auch mit sogenannten Dialektfluencern wird zusammengearbeitet, darunter Tina Goldschmidt (@schnappatmig), Maik Zeuge (@tramfluencer) und Lukas Staier (@cossurap). Die Content Creatorin Kristina vom Dorf – bekannt unter dem Namen De Sachsen Muddi – wird gemeinsam mit Leipziger Feuerwehrmann und Profikoch Jörg Färber eine Kochshow unter dem Titel "Sächsisches Allerlei" durchführen.

Die Filme und Clips sowie weitere redaktionelle Inhalte werden in den kommenden Wochen auf der Landingpage und den Social-Media-Kanälen von "So geht sächsisch" ausgespielt – von YouTube über Instagram und Facebook bis hin zu LinkedIn und TikTok.

 

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