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Die Mehrheit der Unternehmen im Kreis Rendsburg-Eckernförde kennt die Wirtschaftsförderung zwar, aber nur ein Drittel nimmt deren Leistungen in Anspruch – Foto: Screenshot der Website wfg-rd.de (30.07.2024, 10:20 Uhr)

Regionale Entwicklung

Kreis Rendsburg-Eckernförde befragt ansässige Unternehmen

Die Wirtschaftsförderung Kreis Rendsburg-Eckernförde hat eine Umfrage unter den Unternehmen aus der Region durchgeführt. Ziel war es, herauszufinden, wie die Angebote der Wirtschaftsförderung genutzt werden, vor welchen aktuellen Herausforderungen die Betriebe stehen und an welchen Stellen es Optimierungsmöglichkeiten gibt. Von 990 angeschriebenen Unternehmen haben 178 geantwortet. Der Großteil davon sind Kleinst- und Kleinunternehmen (78 %). 22 Prozent haben über 50 Mitarbeitende.

Die Mehrheit der befragten Unternehmen kennt die Wirtschaftsförderung (69 %). Allerdings haben nur 27 Prozent in den letzten Jahren Leistungen der Wirtschaftsförderung in Anspruch genommen, zum Beispiel Veranstaltungen und Online-Vorträge. Außerdem holen sich lediglich elf Prozent bei Herausforderungen und Beratungsbedarf Hilfe von der Wirtschaftsförderung. Damit liegt diese auf Platz acht. Auf den ersten drei Rängen liegen Steuerberatung und Kreditinstitute (69 %), das Internet (58 %) sowie die Industrie- und Handelskammer (35 %). Die Wirtschaftsförderung fungiert vorrangig als Informationsgeberin zu aktuellen Themen, wie Förderungen, Gründungen und Gewerbeflächen. Insgesamt sind die Unternehmen aber zufrieden mit den Angeboten der Wirtschaftsförderung und bewerten diese mit 3,9 von 5 Sternen. Viele lobten die Unterstützung bei der Suche nach Gewerbeflächen, die Fördermittelberatung und die Krisenhilfe, insbesondere während der Corona-Pandemie.

Zu den Hauptproblemen der Betriebe in der Region gehören vor allem die Bürokratie (31 %), die Fachkräftesuche und – qualifizierung (23 %), die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen sowie die Infrastruktur (31 %). Daher sind der Abbau von Bürokratie und die Verbesserung der Verkehrsbedingungen zentrale Anliegen der Befragten. Darüber hinaus benötigen die Unternehmen Unterstützung in den Bereichen Digitalisierung, nachhaltiges Wirtschaften und Fachkräftesicherung. "Die Ergebnisse der Befragung sind ein wichtiger Indikator für die Stimmung und Bedürfnisse unserer regionalen Unternehmen. Wir nehmen die genannten Herausforderungen sehr ernst und arbeiten intensiv an Lösungen", sagt Kai Lass, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung.

Gut aufgestellt sehen sich die Betriebe beim Finden von Gewerbeflächen und -räumen (48 %), bei der Unternehmensnachfolge (39 %) sowie der Finanzierung und Förderung von betrieblichen Innovationen (21 %). Zudem werden Großprojekte, wie der Neubau der Rader Hochbrücke, die Northvolt-Ansiedlung und die Erschließung des Fehmarnbelts, als Chance für den Kreis gesehen, um die Infrastruktur zu verbessern und Arbeitsplätze zu schaffen.

 

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