
(v.l.) Infas-Chef Menno Smid, Dr. Christoph Preuß und Ben Page wollen in Bezug auf die Themen Politik- und Sozialforschung gemeinsame Wege gehen - Fotos: Infas (Smid), Ipsos (Preuß und Page)
Übernahme
Ipsos will sich im Bereich Politik- und Sozialforschung verstärken
Das weltweit tätige Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Ipsos will seine Expertise im Bereich Politik- und Sozialforschung ausbauen. Aus diesem Grund hat das Unternehmen ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für die Infas Holding AG unterbreitet. Das Bonner Institut mit seinen aktuell 300 Mitarbeiter:innen forscht für und berät Unternehmen sowie Entscheider:innen aus Wissenschaft und Politik. Es führt Studien in der Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Verkehrsforschung durch. Eigenen Angaben zufolge betrug der Umsatz im Jahr 2023 rund 50 Millionen Euro.
Ipsos-CEO Ben Page erklärt: "Die geplante Transaktion steht in perfektem Einklang mit unseren strategischen Zielen für das Jahr 2025, insbesondere mit unserem Bestreben, unsere Führungsposition bei der Betreuung von Regierungen und Kunden des öffentlichen Sektors zu stärken. Wir sind zuversichtlich, dass diese Übernahme einen erheblichen Wert für die Aktionäre schaffen würde." Dr. Christoph Preuß, CEO von Ipsos Deutschland, fügt hinzu: "Sowohl Ipsos als auch Infas teilen einen kundenorientierten Ansatz und ein Engagement für Innovation, was eine starke kulturelle Übereinstimmung und eine nahtlose Integration verspricht."
Infas-CEO Menno Smid sieht Transaktion als "logische Entwicklung für Infas". Er sagt: "Beide Unternehmen haben ihren Ruf durch ihr Engagement für Kundenorientierung, methodisch rigorose Forschung und die Bereitstellung von Erkenntnissen, die sich in der Praxis auswirken, aufgebaut. Ein Zusammenschluss würde es uns ermöglichen, diese Stärken auf europäischer und globaler Ebene auszubauen und die kombinierte Expertise beider Teams zu nutzen, um die Zukunft der Markt- Meinungs- und Sozialforschung zu gestalten."
Die Hauptaktionäre von Infas, die für 77,52 Prozent der Anteil halten, haben der Übernahme bereits zugestimmt. Lediglich die Freigabe durch die Kartell-Behörden steht noch aus.









