
Dr. Lars Henrik Gass wird Gründungsdirektor des Hauses für Film und Medien Stuttgart - Foto: Daniel Gasenzer/Kurzfilmtage
Medienkultur
Haus für Film und Medien Stuttgart bestimmt Gründungsdirektor
Die Stadt Stuttgart plant auf dem Areal der Breuninger Parkgarage, einen Produktions‐, Präsentations‐ und Lernort, der die digitalen Kompetenzen der Menschen und damit die gesellschaftliche Teilhabe stärken soll. 2026 soll der Bau für das Haus für Film und Medien, so der Titel, beginnen. Insgesamt 115 Millionen Euro will die Stadt in das Gebäude investieren. 2029 soll die Eröffnung sein. Nun wurde der Gründungsdirektor ernannt.
Ab 1. Februar 2025 zeichnet Dr. Lars Henrik Gass hauptverantwortlich für das Haus für Film und Medien Stuttgart. Zusätzlich zu seiner Aufgabe als Gründungsdirektor ist er ab diesem Zeitpunkt auch Leiter des Planungsstabs, das beim Kulturamt der Stadtverwaltung angesiedelt ist. Er wird die Planungen inhaltlich, konzeptionell und organisatorisch weiterentwickeln und das bisherige Konzept in Zusammenarbeit mit dem gleichnamigen Verein in ein Betriebskonzept überführen.
Erster Bürgermeister Dr. Fabian Mayer, Vorsitzender des Auswahlgremiums, erklärt: "Mit Lars Henrik Gass hat die Landeshauptstadt Stuttgart eine hervorragende Persönlichkeit für die weitere Planung des HFM gewinnen können. Er verfügt über die erforderlichen langjährigen Kenntnisse in Theorie und Praxis sowie Netzwerke in den Bereichen Film und Medien, um das Haus als offene, zentrale Kultureinrichtung zu etablieren. Sein profundes Wissen wird das Konzept zusammen mit den Vereinsmitgliedern weiter konkretisieren helfen."
Gass leitet bislang die Kurzfilmtage Oberhausen. Diese Funktion hat er seit 1997 inne. Der Literaturwissenschaftler begann seine berufliche Karriere 1996/1997 als Geschäftsführer des Europäischen Dokumentarfilm Instituts in Mülheim an der Ruhr. Er hat darüber hinaus diverse Essays, Kritiken und Vorträge zu Film, Fotografie und kulturpolitischen Themen, insbesondere zu Theorie und Zukunft von Filmfestivals und Kino sowie zur Entwicklung der Kultur- und Filmförderung publiziert.









