
Für die Kampagne "Wen kümmert's?" wurden drei verschieden Motive kreiert - Foto: Kreativ Konzept
Awareness
Kinderschutzbund fordert Investitionen in Kitas und Schulen
Der Deutsche Kinderschutzbund, Berlin, hat eine Awareness-Kampagne gestartet, die auf die Folgen des Personalmangels und fehlender finanzieller Mittel in Kindertagestätten und Schulen hinweisen soll und gleichzeitig fordert, mehr in diese Einrichtungen zu investieren. Einer Mitteilung des Paritätischen Gesamtverbands von Juni 2024 zufolge fehlen "in jeder Kita mehr als zwei Fachkräfte, häufig sind es sogar mehr. Das entspricht aktuell 125.000 fehlenden Fachkräften im gesamten Bereich der Kindertagesbetreuung". Ähnlich sieht es laut Kultusministerkonferenz und dem Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie im schulischen Bereich aus: Prognosen zufolge könnten bis 2035 zwischen 68.000 und 177.5000 Lehrkräfte an den allgemeinbildenden Schulen fehlen.
Seit dem 20. September 2024 ist die auf mehrere Jahre angelegte Kampagne "Wen kümmert’s?" aktiv. Die Motive werden auf Plakaten, Postkarten und in Social Media verbreitet. Die federführende Agentur Kreativ Konzept aus Bonn inszenierte dafür reale Szenarien, wie kurzfristig geschlossene Kitas, ausgefallene Schulstunden oder unbesetzte Jugendclubs, in Form eines Weckrufs. Die Serienoptik soll für eine größtmögliche Aufmerksamkeit sorgen.
Um die Kampagne über den bloßen Appell hinaus zu verstärken, hat der Kinderschutzbund ergänzend Postkarten entwickelt. Diese sollen in Kindertagesstätten und Schulen zur Verfügung gestellt und können ausgefüllt an die jeweiligen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister gerichtet werden.










