
Während das Erdgeschoss von der Hamburg Kreativ Gesellschaft genutzt wird, befindet sich in den Obergeschossen das Baubüro von Tishmann Speyer – Foto: Jan-Marius Komorek
Zwischennutzung
Hamburgs Innenstadt bekommt einen weiteren Pop-up-Space
Die Hamburg Kreativ Gesellschaft hat einen weiteren temporären Raum für die Kultur- und Kreativbranche geschaffen. Im Baustellencontainer des Immobilienentwicklers Tishmann Speyer kann die Kreativgesellschaft das Erdgeschoss ab sofort als Fläche für kreative und kulturelle Angebote nutzen. Zur Einordnung: Tishmann Speyer ist für die Revitalisierung des denkmalgeschützten Klöpperhaus verantwortlich, das inzwischen in Ajour umbenannt wurde. In dem Gebäude sollen künftig innovative Retail- und Gastronomiekonzepte, eine moderne Büronutzung und innerstädtischer Wohnraum einen Platz finden. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2026 geplant.
Mit dem Pop-up-Space "Satellit" wollen die Verantwortlichen die Umgebung rund um die Baustelle aufwerten. Der Raum liegt am Übergang von Hauptbahnhof und Mönckebergstraße und damit direkt gegenüber dem Jupiter, das derzeit auch als Zwischennutzungsfläche von der Hamburg Kreativ Gesellschaft betrieben wird. Der "Satellit" kann wochenweise von Start-ups, Unternehmen, Kreativprojekten oder anderen Akteuren für 250 Euro angemietet werden. Derzeit präsentiert die Hamburger Fahrradmarke Yoonit auf der 118 Quadratmeter große Fläche ihre Lastenräder. Zuvor fand im Oktober 2024 ein Soft Opening mit Kreativen aus den Bereichen Design, Fotografie und Malerei statt.
Egbert Rühl, Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft sagt: "Aus notwendigen Baustellencontainern wird ein Schaufenster für Hamburgs starke Kreativbranche – mitten in der Stadt. Die ersten Wochen im Satellit zeigen: der neue Pop-Up-Space in der Mönckebergstraße wird von Hamburger*innen und Besuchenden sehr gut angenommen. Kreativschaffende aller Branchen nutzen die Chance, kreative Erlebnisse in der Innenstadt zu schaffen und sich einem großen Publikum zu präsentieren. Gleichzeitig erhält die Stadtgesellschaft einen Stück Raum zurück, der durch die Bautätigkeit oft langjährig entzogen wird. Mit Blick auf die Vielzahl an Baustellen verspricht das Konzept ein großes Potenzial für kreative Zwischennutzungen in urbanen Lagen. Wir danken Tishman Speyer für diese vorbildhafte Kooperation – denn nur gemeinsam mit der Immobilienwirtschaft ist die nötige Transformation unserer Innenstädte zu bewältigen."
Nils Skornicka, Geschäftsführer Tishman Speyer Investment Management GmbH, erklärt: "Es erfüllt uns bei Tishman Speyer mit großem Stolz, gemeinsam mit unseren Partnern diesen kreativen und unternehmerischen Raum während der Bauphase am Klöpperhaus zum Leben zu erwecken. Wir fühlen uns in erster Linie den Gemeinschaften verbunden, in denen wir tätig sind. Deshalb ist es uns wichtig, die Orte, an denen wir die Zukunft gestalten, lebendig und produktiv zu halten. Wir freuen uns darauf, alle Aussteller und Unternehmen willkommen zu heißen, die in den kommenden Monaten vom Satellit profitieren werden."
Sophie-Marie Jahn 18.11.2024










