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Stadtentwicklung

Stolberg erarbeitet Nachhaltigkeitsstrategie

Um den Herausforderungen des Klimawandels gezielt entgegenzuwirken, entwickelt die Kupferstadt Stolberg eine individuelle Nachhaltigkeitsstrategie. Ab 2025 soll in einem breit angelegten Beteiligungsprozess ein Konzept erarbeitet werden, um eine nachhaltige Entwicklung der Kommune zu unterstützen. Die Strategie soll 2026 dem Stadtrat vorgelegt werden und nach der Beschlussfassung als verbindliches Arbeitsinstrument in die Verwaltung integriert und umgesetzt werden. Erste und Technische Beigeordnete Tobias Röhm sagt: "Mit der Umsetzung dieser Strategie positioniert sich die Kupferstadt Stolberg als Vorreiterin einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Stadtentwicklung."

Im Rahmen des Erarbeitungsprozesses setzt die Stadt Stolberg auf einen gemeinschaftlichen Ansatz, um Aufgaben und Erarbeitung zielgerichteter Lösungen zu diskutieren. Ziel ist es, die Verwaltung sowie Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft, Naturschutz, Bildung und der Zivilgesellschaft einzubinden und gemeinsam an der Strategie zu arbeiten. "Dieser partizipative Ansatz eröffnet uns neue Möglichkeiten: Statt eines allgemeinen Konzepts entwickeln wir eine Strategie, die gezielt auf die Bedürfnisse und Besonderheiten Stolbergs zugeschnitten ist", erklärt Röhm.

Zunächst sollen dafür zentrale Arbeitsgruppen gebildet werden. Ein Kernteam aus Vertreter:innen verschiedener Fachbereiche der Stadtverwaltung übernimmt die Koordination. Zudem gibt es eine Steuerungsgruppe, bestehend aus Vertreterinnen von Wirtschaft, Politik, Tourismus, Bildung und sozialen sowie ökologischen Organisationen, die die Ziele und Maßnahmen der Strategie definiert und den Prozess in fünf Workshops verantwortet. Zum Auftakt fand am 21. November 2024 ein Treffen in Dortmund statt. Dort erhielten die Projektverantwortlichen aus der Verwaltung erste Einblicke in den geplanten Prozess.

Stolberg ist eine von zehn Kommunen in Nordrhein-Westfalen (NRW), die bei der Erarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie gefördert werden. Zur Einordnung: Die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW (LAG 21) unterstützt die Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Zielsetzungen vereinen sowie disziplinübergreifendes Denken und Handeln begünstigen. Bürgermeister Patrick Haas sagt: "Wir sehen die Förderung als große Chance, unser Engagement für eine nachhaltige Entwicklung in der Stadt weiter zu professionalisieren. Nachhaltigkeit ist ein Gemeinschaftsprojekt und wir möchten möglichst viele Menschen vor Ort in diesen Prozess einbeziehen."

 

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