
(v.l.) Das Illustratorenduo Mona Eing und Michael Meissner, Magdalena Vollmer, Eeva Ojanperä, Sarah Metz, Milena Albiez, Kulturamtsleiterin Carola Metz, Oberbürgermeister Sven Schoeller, Marén Freyer, Britta Wagemann, Paula Mierzowsky stellen das neue Zentrum für die Kasseler Kreativwirtschaft vor – Foto: Stadt Kassel/Can Wagener
Förderung
In Kassel eröffnet ein Zentrum für die Kreativwirtschaft
Die Stadt Kassel hat gemeinsam mit dem Glasdach e. V. ein Konzept für ein Zentrum für die Kreativwirtschaft (ZfKW) erarbeitet. Dieses hat nun am 13. Dezember 2024 seine Türen geöffnet. Als Träger des Zentrums fungiert der Verein Glasdach, der das Konzept jetzt zwei Jahre lang testet. Für den Betrieb und das Programm wird der Verein von der Stadt unterstützt. Oberbürgermeister Sven Schoeller betont: "In der Kultur‐ und Kreativwirtschaft verbinden sich Innovation, kreative Schaffenskraft und Wertschöpfung miteinander. Das Zentrum für Kreativwirtschaft ist in seiner Vielschichtigkeit ein wirksames Instrument zur Förderung derselben. Es dient der nachhaltigen Sicherung des in unserer Kulturstadt vorhandenen kreativen Potentials und entfaltet gesellschaftliche, kulturelle und ökonomische Wirkungen."
Das ZfKW umfasst unter anderem ein Reallabor in der Innenstadt für Kreativschaffende, Unternehmen und Interessierte. Damit soll ein Ort für Begegnungen, Vernetzung und Weiterbildung entstehen. Ein Showroom bietet die Möglichkeit, Präsentationen zu halten. "Im Showroom geben wir lokalen Kreativschaffenden die Möglichkeit, ihre Arbeit zu präsentieren. Das können Produkte, Werke oder Dienstleistungen sein", erklärt Eeva Ojanperä, die Kuratorin des Showrooms. Zudem gibt es einen Bereich für Veranstaltungen. Dabei wollen die Verantwortlichen ab 2025 gemeinsam mit Kreativen in verschiedenen Eventformation erarbeiten, was die Akteure der Branche an Unterstützung brauchen, um ihre Erwerbs‐ und Wettbewerbschancen zu erhöhen.
Zur Eröffnung des Reallabors zeigt das Illustratoren-Duo Mona Eing und Michael Meissner aus Kassel ihre Ausstellung "Framing Reality". Bis 2026 wird das Reallabor mit Mitteln der Stadt Kassel und dem Bundesförderprogramm Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren finanziert. Darüber hinaus prüfen der Vorstand und die Mitarbeitenden des ZfKW in Zusammenarbeit mit dem städtischen Kulturamt, inwiefern ein dauerhafter Betrieb möglich ist.
Im Frühjahr 2025 soll das Zentrum für Kreativwirtschaft außerdem um einen Workspace mit kostengünstigen Arbeitsplätzen in der neuen Nachrichtenmeisterei ergänzt werden. Interessierte Nachwuchskräfte können sich ab Frühjahr dafür bewerben. Milena Albiez, die im Vorstand des Trägervereins ist und beruflich als Grafikdesignerin und Organisationsberaterin arbeitet, erklärt: "Die Herausforderung für Absolventinnen und Absolventen kreativer Studiengänge ist der Markteintritt und der Aufbau eines Stamms von Kundinnen und Kunden. Viele beginnen ihre Berufslaufbahn als Freiberuflerinnen bzw. Freiberufler und sind auf sich allein gestellt. Hier möchten wir mit unseren Angeboten Unterstützung leisten."
Sophie-Marie Jahn 13.12.2024









