
Das Deutsche Museum Bonn befindet sich derzeit in einem Veränderungsprozess zu einem Forum für Künstliche Intelligenz – Foto: Deutsches Museum/Eric Alexander Lichtenscheidt
Veränderungsprozess
Deutsches Museum Bonn wird als KI-Forum weiter gefördert
2020 hat das Deutsche Museum in München ihre Zweigstelle in Bonn unter dem Motto "Mission Künstliche Intelligenz – erleben, verstehen, mitgestalten" neu auszurichten. Dafür stellte das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) Fördermittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Ab 2025 bauen das Museum und das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung die Kooperation weiter aus. Um dem Standort eine langfristige Perspektive zu geben, bekommt das Museum für das "KI Forum Nordrhein-Westfalen" jährlich zwei Millionen Euro.
Das Deutsche Museum Bonn versteht sich als Ort des intergenerativen Dialogs und des lebenslangen Lernens. Mit den weiteren Fördermitteln ist unter anderem geplant, die Angebote zur digitalen Bildung weiterzuentwickeln und auszubauen. Dazu gehören beispielsweise Angebote zum Programmieren und zum informatischen Denken sowie Kursangebote zu KI und Ethik. Diese werden gemeinsam mit Partnern wie dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS), KI.NRW und der Google Zukunftswerkstatt umgesetzt. Des Weiteren soll ein Schulungsprogramm für Mitarbeitende der Öffentlichen Verwaltung erarbeitet werden. Mithilfe von praxisorientierten Modulen sollen die Teilnehmenden auf spielerische Art und Weise ein Verständnis für Technologien und Künstliche Intelligenzen entwickeln.
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, sagt: "Nordrhein-Westfalen ist für die Digitalisierung eine Leitregion: Hier ist der Fortschritt der digitalen Transformation längst zu einem der wichtigsten Standortfaktoren geworden. Auch die Zukunft Nordrhein-Westfalens und des gesamten Rheinlands ist digital. Als Kerntechnologie der Digitalisierung steht Künstliche Intelligenz im Zentrum dieser Entwicklung. Die Geburtsstunde der Künstlichen Intelligenz in Deutschland schlug sogar in Bonn. Um das volle Potenzial der Kl-basierten Schlüsseltechnologien ausschöpfen zu können, ist ein offener Dialog mit der Öffentlichkeit von vitaler Bedeutung. Sorgen gilt es ernst zu nehmen, um gemeinsame Perspektiven zu eröffnen. Das Deutsche Museum Bonn ist eine ideale Keimzelle für den zentralen Informations-, Bildungs- und Vermittlungsort, den unser Land Nordrhein-Westfalen braucht, um Menschen in die digitale Zukunft mitzunehmen."
Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums in München, erklärt: "Wir sind Ministerin Scharrenbach, der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und dem Landtag von Nordrhein-Westfalen sehr dankbar für dieses positive Signal. Unser Zweigmuseum in Bonn widmet sich einem sehr wichtigen Zukunftsthema – und wir sind froh, dass dieses Thema jetzt eine langfristige Perspektive bekommt. Hätte NRW jetzt nicht so entschieden, wäre das das Ende für den Standort gewesen – wir hätten Mietverträge kündigen und die Exponate im Laufe des Jahres 2025 nach München bringen müssen. Dass dieser schlimmste denkbare Fall jetzt nicht eintritt, ist für mich eine wunderschöne Bescherung – gerade rechtzeitig zum Weihnachtsfest." Auch die Bonner Oberbürgermeisterin Katja Dörner begrüßt die Entscheidung des Landes: "Ich danke dem Land NRW sehr für diese weitere Unterstützung. Damit ist es dem Deutschen Museum Bonn möglich, die erfolgreiche Bildungs- und Vermittlungsarbeit zur Künstlichen Intelligenz mit neuen Angeboten auszubauen. Ich freue mich sehr, dass das Deutsche Museum Bonn damit eine langfristige Perspektive in der Region erhält. Auch wir als Stadt werden weiterhin unseren vereinbarten Zuschuss leisten und haben im kommenden Haushalt wieder 460.000 Euro jährlich für das Deutsche Museum eingeplant."
Sophie-Marie Jahn 02.01.2025










