ANZEIGE

Mithilfe von Augmented Reality werden digitale Inhalte in die reale Umgebung eingeblendet – Foto: Gstudio-stock.adobe.com

Einsatzfelder

Augmented Reality wird von immer mehr Deutschen genutzt

Mehr als ein Viertel der Deutschen nutzt mindestens eine Augmented-Reality-Anwendung. Das zeigt eine Umfrage unter 1.149 Personen im Auftrag des Digitalverband Bitkom e.V., Berlin. Demnach ist die Nutzung von Augmented Reality (AR) auf 28 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag der Wert bei 19 Prozent. Besonders unter den jungen Menschen ist die Technologie beliebt. Unter den 16- bis 29-Jährigen greifen 43 Prozent auf AR zurück, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 41 Prozent. Zudem ist ein Großteil der Ansicht, dass die Bedeutung von AR in Zukunft weiter steigen wird. 49 Prozent sind der Meinung, dass AR in zehn Jahren nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken ist.

Dr. Sebastian Klöß, Experte für Consumer Technology beim Bitkom, sagt: "AR wird heute bereits regelmäßig in betrieblichen Kontexten wie Schulungen und der Fernwartung eingesetzt. Mit der zunehmenden Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten und der Integration in bestehende Anwendungen gewinnt die Technologie auch im Privatgebrauch an Bedeutung – und entwickelt sich dabei weit über ihren anfänglichen Fokus auf Entertainment hinaus."

Augmented Reality wird vor allem bei Kamerafiltern und in AR-Spielen eingesetzt. 15 Prozent der Deutschen verwenden Kamerafilter mit AR-Funktion von sozialen Netzwerken wie Instagram, Snapchat oder TikTok. AR-Spiele wie Pokémon Go, Jurassic World Alive oder Ingress werden von 13 Prozent der Befragten genutzt. Allerdings werden andere Einsatzfelder bislang kaum genutzt. So greifen lediglich vier Prozent der Befragten beim Online-Shopping oder in Museen, Ausstellungen sowie Messen auf AR zurück. Auch zur Navigation wird die Technologie kaum eingesetzt. "Gerade die Navigation mit AR ist ein Feature, das leicht mit dem Smartphone genutzt werden kann, ist es doch direkt via Karten-Apps in den meisten größeren Städten verfügbar. Dabei werden im Kamerabild Navigationshinweise eingezeichnet, die so aussehen, als seien sie in der realen Umgebung. Die Orientierung fällt damit wesentlich leichter", so Klöß. Auch Maßband-Apps mit AR( 3 %), Kamerafilter, die nicht mehr existierende Gebäude in Städten einblendet (2 %), oder virtuelle Inhalte um Spielzeuge oder Printprodukte zu erweitern (1 %) werden kaum genutzt.

Darüber hinaus wächst ebenfalls das Interesse an AR-Brillen. Mittlerweile ist fast die Hälfte der Deutschen offen gegenüber solchen Brillen (46 %). 16 Prozent würden sogar smarte Kontaktlinsen tragen. Klöß erklärt: "Anders als in Unternehmen wird AR im privaten Umfeld heute fast ausschließlich mit Smartphones und Tablets genutzt. Spezielle AR-Brillen gibt es bisher eher als wissenschaftliche Prototypen – aber die Chancen stehen gut, dass wir in absehbarer Zukunft einen Durchbruch für alltagstaugliche Modelle erleben werden. Solche Brillen werden nicht nur für AR ein Game Changer sein, sondern generell unsere Interaktion mit technischen Devices und unserer Umwelt verändern."

 

Aktuelle Ausgabe

5-6/2026

Marketplace

Präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre Dienstleistungen. Zum Marketplace

















Newsletter

Save the Date

Weitere Publikationen

Place Brands
Persönlichkeiten im Stadtmarketing

Social Media

Abonnement hier widerrufen

Weitere Webseiten

Leider ist bei der Bearbeitung dieser Anfrage ein Fehler aufgetreten.