
Auf ihren Social-Media-Kanälen teilt die Diakonie Deutschland Informationen verschiedenen Gesellschaftsgruppen und räumt mit vorherrschenden Klischees auf – Fotos: Screenshots vom Instagram-Account @diakonie_deutschland (09.01.2025)
Bundestagswahl 2025
Diakonie Deutschland stärkt dem Sozialstaat den Rücken
Mit Blick auf die Bundestagswahl am 23. Februar 2025 ruft die Diakonie Deutschland, Berlin, dazu auf, sich bei der Wahl für den Sozialstaat und gegen die Spaltung der Gesellschaft zu entscheiden. Demnach würde die Bundestagswahl entscheidende Weichen für die Zukunft des Sozialstaates stellen. "Die Diakonie ist parteipolitisch neutral. Aber sie ist politisch, wenn es um die Interessen der Menschen geht, die sich ihr anvertrauen. Und sie mischt sich ein, wenn Demokratie und Rechtsstaat in Frage gestellt werden. Das Fundament unserer Arbeit als evangelischer Wohlfahrtsverband ist die christliche Nächstenliebe, und die gilt allen Menschen", so der Verband.
Unter dem Hashtag #SozialWählen hat die Diakonie Deutschland daher eine Social-Media-Kampagne gestartet. Unter anderem teilt der Wohlfahrtsverband auf seinen Kanälen auf Facebook und Instagram kurze Videos, die Vorurteile über Wohnungslose, Sozialhilfeempfänger:innen, Migranten und Migrantinnen und pflegebedürftige Menschen aufgreifen und populistische Argumentationsmuster entkräften, die die Menschen als "faul", "undankbar" und "dumm" deklarieren. Zudem bündelt die Diakonie auf einer Landingpage ihre sozialpolitischen Reformvorschläge.
Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland, sagt: "Mit der Bundestagswahl entscheiden wir als Gesellschaft, in welche Richtung es in Zukunft gehen soll. Ein guter Sozialstaat zeichnet sich dadurch aus, dass Politik nicht auf Kosten der Schwächsten betrieben wird. Das ist zugleich ein Beitrag zu einer stabilen Demokratie. Die künftige Bundesregierung muss diesen Sozialstaat gemeinsam mit den Bürger:innen zukunftsfest machen. Dazu brauchen wir Investitionen in gute Betreuungs- und Bildungsangebote, denn soziale Gerechtigkeit hält unsere Gesellschaft zusammen. Dies muss bei einer Reform der Schuldenbremse berücksichtigt werden. Eine gerechtere Verteilung von Steuern und Abgaben hilft, Armut zu überwinden und das soziale Netz zu sichern. Deshalb sagt die Diakonie: Sozial wählen!"
Sophie-Marie Jahn 09.01.2025










