
(v.l.) Henk Brockmeyer, Co-Geschäftsführer NRW.URBAN, Bürgermeister Klaus Krützen, Kreisdirektor Dirk Brügge und Ludger Kloidt, Co-Geschäftsführung NRW.URBAN, dahinter Valerie Milicevic und Sven Schumacher bei der Vertragsunterzeichnung für die Zukunfts.Kraftwerk Frimmersdorf Strategie GmbH – Foto: Stadt Grevenbroich
Standortentwicklung
Gesellschaft zur Transformation des Kraftwerks Frimmersdorf gegründet
Bereits 2021 wurde das Braunkohlekraftwerk Frimmersdorf in Grevenbroich stillgelegt. In Zukunft soll das Areal zu einem Digitalstandort werden. Dafür wurde nun die Zukunfts.Kraftwerk Frimmersdorf Strategie GmbH gegründet. Der entsprechende Gesellschaftsvertrag und die Gesellschaftervereinbarung wurden am 9. Januar 2025 von der Stadt Grevenbroich, dem Rhein-Kreis-Neuss und der landeseigenen Entwicklungsgesellschaft NRW.URBAN GmbH in Vertretung für das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) unterschrieben. "Mit der Zukunfts.Kraftwerk Frimmersdorf Strategie GmbH bündeln wir unsere Kräfte, um neue Perspektiven für Wertschöpfung, Ausbildungs- und Arbeitsplätze sowie nachhaltige Entwicklung in unserer Region zu schaffen. Dieser Standort ist ein Symbol für den Strukturwandel und ein Leuchtturmprojekt weit über die Grenzen Grevenbroichs hinaus", betont Bürgermeister Klaus Krützen.
An der neuen Gesellschaft sind die Stadt Grevenbroich und der Rhein-Kreis Neuss mit jeweils 45 Prozent beteiligt, die NRW.URBAN GmbH mit zehn Prozent. Zudem verantworten die drei Partner die strategische Steuerung des Projekts. Ziel ist es, das ehemalige Kraftwerksgelände Frimmersdorf in einen innovativen Gewerbe- und Transformationsstandort zu entwickeln. Unter dem Leitbild „Vergangenheit trifft Zukunft“ soll das Areal zu einem Zentrum für digitale Innovation, Forschung und Entwicklung sowie kulturelle und gewerbliche Nutzungen werden. Für das Projekt sollen Fördermittel aus den Strukturhilfen des Bundes in Höhe von bis zu 65 Millionen Euro beantragt werden. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Kreisdirektor Dirk Brügge sagen: "Die Entwicklung des ehemaligen Kraftwerksstandortes Frimmersdorf ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem der führenden Standorte der digitalen Wirtschaft. Dieser Schulterschluss zwischen Stadt, Kreis und Land ist ein starkes Signal, dass wir gemeinsam an einer erfolgreichen Zukunft für Grevenbroich, den Rhein-Kreis Neuss und das gesamte Rheinische Revier arbeiten. Die Transformation des Kraftwerksstandortes kann mit ihrem Leuchtturmcharakter und der Ansiedlung von Wirtschaft und Industrie den Anstoß für weitere Ansiedlungen aus der Digitalwirtschaft in der Region geben."
Die Geschäftsführung der Gesellschaft werden voraussichtlich Valerie Milicevic, Projektmanagerin bei der Stadt Grevenbroich, und Sven Schumacher, Leiter der Stabsstelle Strukturwandel beim Rhein-Kreis Neuss, übernehmen. Sie sollen den strategischen Rahmen für die Transformation setzen und Investoren gewinnen, die mit innovativen Konzepten den Standort mitgestalten. Mit der Vertragsunterzeichnung startet die Umsetzung der konkreten Maßnahmen. Den Verantwortlichen ist dabei eine enge Abstimmung mit lokalen Akteuren und eine nachhaltige Planung wichtig. Geplant ist unter anderem das Kraftwerksgebäude unter Denkmalschutz zu stellen und dort ein Rechenzentrum für den IT-Dienstleister des Landes NRW (IT.NRW) anzusiedeln. Darüber hinaus sollen ein Bildungscampus, Büros für Start-ups und ein Denkmalpfad des Landschaftsverband Rheinland sollen ebenfalls entstehen. Laut den Verantwortlichen punktet der Standort insbesondere mit seiner Erdbebensicherheit und der infrastrukturellen Anbindung.
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Sophie-Marie Jahn 10.01.2025









