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Elon Musk hatte Twitter (jetzt X) für 44 Milliarden Dollar erworben. Aktuell soll die Plattform laut der US-Investmentfirma Fidelity nur noch 9,4 Milliarden US-Dollar wert sein. – Logo: X

Kommunikation

Über 60 Hochschulen und Forschungsinstitute verlassen X

In einer Gemeinschaftsaktion haben mehr als 60 Hochschulen und Forschungsinstitute in Deutschland und Österreich angekündigt, ihre Aktivitäten auf der Plattform X (ehemals Twitter) einzustellen. Grund dafür seien die Veränderungen des Social-Media-Dienstes, wie die "algorithmische Verstärkung rechtspopulistischer Inhalte und die Einschränkung organischer Reichweite". Mit ihrem Abschied von X wollen die Hochschulen und Forschungsinstitute ein Zeichen für Vielfalt, Freiheit und Wissenschaft setzen sowie ihren Einsatz für eine faktenbasierte Kommunikation und gegen antidemokratische Kräfte unterstreichen. Die aktuelle Ausrichtung der Plattform sei nicht mit den Grundwerten der beteiligten Akteure vereinbar, wie Weltoffenheit, wissenschaftliche Integrität, Transparenz und demokratischer Diskurs.

Zu den beteiligten Einrichtungen gehören die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Universität Potsdam, die Freie Universität Berlin, die Technische Hochschule Köln, die Universität Innsbruck, die Westsächsische Hochschule Zwickau und viele mehr. Bei ihrer Entscheidung, X zu verlassen, werden die Akteure von einigen Institutionen unterstützt, die ihre Aktivitäten auf X bereits beendet haben. Sie schließen sich dem Appell an und bekräftigen die Bedeutung einer offenen und konstruktiven Diskussionskultur.

Seit der Übernahme durch Elon Musk im Oktober 2022 steht X zunehmend in der Kritik und immer mehr User:innen wenden sich ab. Unter anderem sei die Desinformation und Hassrede auf der Plattform laut Kritiker:innen stark angestiegen. 2023 ist X auch aus dem EU-Pakt gegen Desinformation ausgetreten. Zudem hat Musk zahlreiche Mitarbeitende entlassen, die sich um die Content-Moderationen und kritische Inhalte gekümmert haben.

Die Hochschulen und Forschungsinstitute teilen außerdem mit, dass nur die X-Accounts von dem Rückzug betroffen sind, alle anderen Social-Media-Kanäle werden weiterhin genutzt. Allerdings werden "im Lichte der jüngsten Ereignisse die Entwicklung der Plattformen und ihrer Algorithmen aufmerksam beobachtet". Zuletzt Zuletzt hatte Meta-Chef Mark Zuckerberg angekündigt, die Faktenchecks auf seinen Plattformen, darunter Facebook, Instagram und Threads, in den USA abschaffen zu wollen und durch Community Notes zu ersetzen.

 

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