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Angesichts der Bundestagswahl 2025 ruft die ökumenische Initiative dazu auf, mit Herz und Verstand zu wählen – Foto: Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens

Bundestagswahl 2025

Kirchen setzen vor der Wahl ein Zeichen für die Demokratie

Mehrere christlichen Kirchen und Institutionen aus ganz Deutschland haben sich zusammengeschlossen und anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl am 23. Februar 2025 die Kampagne "Für alle. Mit Herz und Verstand" gestartet. In deren Rahmen appellieren die Beteiligten, demokratisch zu wählen und rücken die christlichen Werte Menschenwürde, Nächstenliebe und Zusammenhalt in den Mittelpunkt. Die Botschaft: Man muss Herz und Verstand zusammenbringen, um gute Antworten auf komplexe Fragen zu finden. Damit stellen sich die Kirchen und Einrichtungen auch klar gegen extremistische Positionen. Das Kampagnen-Motiv zeigt neben dem Slogan auch ein (Wahl-)Kreuz. Dieses kommt in Online-Formaten und Social-Media-Aktionen sowie auf Plakaten, Bannern, Postkarten und Ansteckern zum Einsatz. Auf der Homepage fuer-alle.info stehen die inhaltlichen Leitlinien, eine didaktische Handreichung, Leseimpulse sowie kostenfreies Bildmaterial zur Verfügung.

Die ökumenische Initiative hat ihren Ausgangspunkt in Sachsen und wurde gemeinsam von der Evangelischen und Katholischen Kirche entwickelt. Dabei kam die Offensive "Für alle. Mit Herz und Verstand" bereits zu den vergangenen Europa-, Kommunal- und Landtagswahlen 2024 zum Einsatz. Nun wird die Kampagne bundesweit ausgerollt. Inzwischen haben sich knapp 15 Landeskirchen und Bistümer sowie mehr als 30 Partner, wie Bildungseinrichtungen, soziale Organisationen und gemeinnützige Verbände, der Initiative angeschlossen. Mit dabei sind unter anderem das Erzdiöse Freiburg, die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern und die Diakonie Erzgebirge.

Der aktuelle Flight wurde am 6. Januar 2025 von Landesbischof Tobias Bilz (Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens), Bischof Heinrich Timmerevers (Bistum Dresden-Meißen) und Bischof Wolfgang Ipolt (Bistum Görlitz) vorgestellt. "Mit dieser Initiative rufen wir als Kirchen dazu auf, den oft mühsamen Selbstverständigungs-prozess unserer Gesellschaft nicht leichtfertig aufzugeben. Wer das tut, verschafft extremistischen Positionen Raum. Ich warne davor, Parteien zu wählen, die mit einfachen und zum Teil zugespitzten Aussagen komplexe Fragen beantworten wollen", sagt Landesbischof Bilz.

Bischof Timmerevers ergänzt: "Politisch wie gesellschaftlich stehen wir in den nächsten Jahren vor der Herausforderung, die Transformation nahezu aller Lebensbereiche aktiv zu gestalten und dabei möglichst zukunftsweisende Antworten auf überaus komplexe Fragestellungen zu finden. Die Regelung von Zuwanderung und Integration, die Gewährleistung innerer und äußerer Sicherheit, der Umbau zentraler Wirtschaftszweige, der Umgang mit Klimaveränderungen sowie der Erhalt sozialer Teilhabe und Gerechtigkeit werden, ohne einen intensiven und offenen Diskurs nicht zu bewältigen sein. Es geht um mehr als nur um ein Kreuz auf einem Wahlzettel. Als Kirchen spüren wir, dass es bei der Bearbeitung dieser großen Themen unserer Zeit am Ende doch immer auch um die Frage geht, inwieweit es gelingt, unser Bewusstsein für das Prinzip der Gleichwertigkeit aller Menschen, die Kraft von Solidarität und Liebe sowie die Bedeutung zwischenmenschlicher Begegnung und Verbindung als Grundpfeiler in unserem Denken, Handeln und Entscheiden wach zu halten. Ich werbe darum, uns mit Herz und Verstand dafür einzusetzen."

 

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