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Die Website nachhaltige-sportveranstaltungen.de bündelt konkrete Maßnahmen für die Umsetzung von umweltfreundlicheren Events – Foto: Screenshot der Website nachhaltige-sportveranstaltungen.de (30.01.2025)

Anlaufstelle

Plattform für nachhaltige Sportveranstaltungen ist online

Nach knapp zwei Jahren hat das Projekt "Nachhaltige Sport[groß]veranstaltungen in Deutschland" des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) und des Öko-Instituts, seinen Abschluss gefunden. Das Ergebnis des Projektes ist die Plattform nachhaltige-sporveranstaltungen.de, die Empfehlungen und Unterstützungsleistungen für nachhaltige und wertebezogene Sportveranstaltungen umfasst. Die Website soll Veranstalter:innen unterstützen, Sportevents nachhaltig zu gestalten. Auf der Internetseite formulieren die Projektpartner konkrete Ziele und Indikatoren für ein nachhaltiges Event. Interessierte finden dort unter anderem Informationen zu zentralen Transformations- und Steuerungsbereichen, wie dem Klima, den Menschenrechten, der Finanzierung und den Ressourcen. Zudem werden 17 Handlungsfelder vorgestellt, darunter Energie und Klima, Verkehr, Sportstätten und Infrastruktur, Barrierefreiheit sowie Teilhabe und Vielfalt.

Michaela Röhrbein, Vorstand Sportentwicklung des DOSB, sagt: "Mit dem neuen Webportal bieten wir Sportverbänden und -vereinen in Deutschland ein innovatives Tool, das die nachhaltige Gestaltung von Sportveranstaltungen entscheidend erleichtert. Ich freue mich, dass wir mit gutem Beispiel vorangehen und nun neben den ökologischen auch die sozialen Themen wie Vielfalt, Geschlechtergerechtigkeit und Teilhabe als feste Bestandteile der nachhaltigen Entwicklung verankern. Besonders am Herzen liegt uns dabei, neben den großen auch kleinere oder weniger erfahrene Veranstalter zu befähigen, Nachhaltigkeit in ihre Veranstaltungen zu integrieren." Prof. Dr. Ralf Roth, Leiter Institut für Outdoor Sport und Umweltforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln, erklärt: "Unser Ziel war es, ein Werkzeug zu schaffen, das Veranstalter jeder Größe dabei unterstützt, Nachhaltigkeit einfach und umsetzbar in ihre Veranstaltungen zu integrieren. Durch die Zusammenarbeit mit Athletinnen, Veranstaltern, NGOs und zahlreichen weiteren Institutionen konnten wir eine Plattform entwickeln, die echte Praxisnähe bietet und individuell anwendbar ist."

Das Projekt "Nachhaltige Sport[groß]veranstaltungen in Deutschland" wurde vom Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) mit etwa 680.000 Euro gefördert. Die Plattform nachhaltige-sporveranstaltungen.de soll als Katalysator für nachhaltigere Sportveranstaltungen und als Ausgangspunkt für zukünftige Förderung von Sportereignissen, die sich stärker an Nachhaltigkeitskriterien ausrichten, fungieren. Dr. Jan-Niclas Gesenhues, parlamentarischer Staatsekretär des BMUV, sagt: "Sportveranstaltungen sollten die Umwelt schonen, sozial verträglich und wirtschaftlich tragfähig sein. Bei internationalen Sportgroßveranstaltungen wie Welt- und Europameisterschaften oder Olympischen Spielen ist das heute schon ein Muss und wird so auch von der EU eingefordert. Wichtig ist uns aber, dass Nachhaltigkeit immer mehr auch auf regionaler und lokaler Ebene ankommt. Das Portal für nachhaltige Sportveranstaltungen wird für Verbände, Sportvereine und Veranstalter dafür ein hilfreiches Tool sein. Bei der Entwicklung sind daher die maßgeblichen Akteure breit beteiligt worden. Außerdem liegt ihm eine wissenschaftliche Analyse zu allen Aspekten der Nachhaltigkeit zugrunde. Unser Ziel ist, dass der Sport seinen Beitrag leisten kann, um Sportevents ökologisch fair und sozial gerecht auszugestalten."

BMI-Staatssekretärin Juliane Seifert erläutert: "Deutschland ist eine starke Sportnation. Wir stehen für Nachhaltigkeit. Das haben wir bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 gezeigt. Und das gilt in jeder Hinsicht: beim CO2-Fußabdruck ebenso wie bei guten sozialen Standards für Beschäftigte. Wir setzen außerdem auf die Stärke des Ehrenamts und die Kraft des Sports, Menschen zusammenzubringen, ganz gleich, wo sie einmal herkamen und wie viel Geld sie haben. Unser neues Webportal für nachhaltige Sportevents bietet viele Informationen zur Verantwortung für Menschenrechte und Nachhaltigkeit. Kein Sportveranstalter in Deutschland muss damit bei null anfangen, sondern findet wertvolle Tipps und Empfehlungen, die praktisch umsetzbar sind. Der Einsatz des Projektteams hat sich gelohnt. Mein Dank gilt dem Projektteam aus dem Bundesinnen- und Bundesumweltministerium, dem Deutschen Olympischen Sportbund, der Deutschen Sporthochschule und dem Öko-Institut."

 

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