
Zur Free2move-Flott gehören mehr als 500 Autos, die in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Köln und Düsseldorf unterwegs sind - Foto: Mediaplus
Digitale Kindersuche
Fenster von Carsharing-Autos werden zu Vermisstenanzeigen
Die Initiative Vermisste Kinder, Hamburg, und die Mediaplus Group, München, wollen die Suche nach vermissten Kindern mithilfe von Fahrzeugen des Carsharing-Anbieters Free2move beschleunigen. Nach Angaben der Organisation gehen jährlich mehr als 100.000 Vermisstenanzeigen bei der deutschen Polizei ein, die Kinder und Jugendliche betreffen.
Ab sofort werden auf den digitalen Bildschirmen der Seitenfenster, den sogenannten DOOHVOLUTION Screens, Vermisstenanzeigen ausgespielt. Diese können von den Angehörigen des Kindes über ein Online-Formular erstellt werden, das über einen QR-Code oder Social Link abrufbar ist und nach einer Überprüfung durch die örtliche Polizei auf die Bildschirme übertragen wird. Insgesamt stehen mehr als 500 Autos in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Köln und Düsseldorf zur Verfügung.
Begleitend dazu ist Anfang 2025 die Kampagne "Screen2Save" gestartet, die auf den Download des neuen Formulars aufmerksam macht. Zunächst wird die Werbeoffensive auf den Social-Media-Kanälen der Initiative Vermisste Kinder und von Influencern wie starletnova, daddy.channel oder tisi_schubech ausgespielt. Im März 2025 soll eine nationale Cross-Media-Kampagne folgen.
"Unser Ansatz revolutioniert und digitalisiert die Suche nach vermissten Kindern, und beschleunigt damit den teilweise noch langsamen Prozess in Deutschland. Mit der Kampagne rufen wir alle Menschen dazu auf, das Vermissten-Formular auf ihrem Homescreen abzuspeichern, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein", so Lars Bruhns, Mitbegründer der Initiative Vermisste Kinder.
An der Kampagne waren zahlreiche Dienstleister beteiligt: Die Idee und das Kampagnenkonzept stammen von der Mediaplus Group, die gemeinsam mit Serviceplan Culture und Tacsy die Social-Media-Kampagne verantwortete. Die Entwicklung und Programmierung des Formulars und der Website lag in den Händen von Plan.Net TechNest. Der Kampagnen-Trailer stammt von Serviceplan Innovation. Für das Geotargeting und die Oberflächen setzte Mediaplus auf diverse Unternehmen: Das Münchner Startup Screenery betreibt die DOOH-Lösung, das Software-Unternehmen Seatback ist unter anderem für die programmatische Auslieferung der Formulare an die Auto-Bildschirme zuständig.

Die "Screen2Save"-Kampagne macht auf die neue Möglichkeit, eine Vermisstenanzeige aufzugeben - Foto: Mediaplus










