
Kulturbranding4-Konferenz diskutiert über Markenführung
Vom 26. bis 27. September fand in Berlin die Konferenz "Kulturbranding4" in der Hochschule der Wirtschaft und Recht (HWR) statt. Beide Tage waren angereichert mit einer Vielzahl von Vorträgen zu Themen wie Rebranding eines Kulturbetriebs, Markenwirkung von Kulturbrands, Employer Branding, The role of brand personality in the arts, oder Markenführung von Bühnen und Museen im deutschsprachigen Raum.
Der Schlüssel zum Aufbau einer starken Marke – einer wichtigen Grundlage für den Erfolg eines Unternehmens – sei unbedingt verbunden mit einer Vision, die Antwort gebe auf: "Who – What – Why", sagte Damien Whitmore (FOTO: Sylke Schumann, HWR), Director of Public Affairs and Programming im Londoner Victoria & Albert Museum in seinem Vortrag zum Auftakt der Konferenz.
Zu den weiteren nationalen und internationalen Referenten zählten Prof. Dr. Dieter Georg Herbst von der Universität der Künste Berlin , Prof. Dr. Holger J. Schmidt von der Hochschule Koblenz, Prof. Dr. Mats Urde, von der Lund University Schweden und Prof. Dr. Carsten Baumgarth von der HWR Berlin (Gastgeber der Veranstaltung).
Großen Anklang fand der "Case" des Konzerthauses Berlin, präsentiert von Martin Redlinger, Marketingdirektor Konzerthaus Berlin, und Uli Mayer-Johanssen, CEO beim Agenturpartner MetaDesign, Berlin. Sie verdeutlichten wie wichtig Research und eine intensive Auseinandersetzung mit dem Markenprozess ist. Anfang 2011 entschied sich das Konzerthaus mit MetaDesign zusammenzuarbeiten. Der neue emotionale und kommunikative Markenauftritt wurde dann zur Saison 2012/13 präsentiert. Künftig soll ein bereites und auch jüngeres Publikum angesprochen werden - ohne das Stammpublikum zu vernachlässigen. Zum einen fand ein Redesign statt, zum anderen wurden neue Wege der Kommunikation und des Marketings gewählt, wie beispielsweise mit dem Angebot der Espresso-Konzerte, das heißt, kurze Konzerte in der Mittagspause. In der Einführungskampagne wurde der neue Dirigent Iván Fischer in den Mittelpunkt gestellt. Zudem wurde die Palette der eingesetzten Medien(tools) erweitert: von einer App über Facebook bis hin zu QR-Codes auf Plakaten.
Ausgehend von diesem Beispiel mit Iván Fischer und auch mit Blick auf die Schirn Kunsthalle Frankfurt mit ihrem Direktor Max Hollein wurde an beiden Tagen unter den Teilnehmern intensiv die Frage diskutiert: Wie wichtig so eine starke Persönlichkeit für die Kulturmarke ist, und ob es nicht besser wäre, wenn ein Kulturbetrieb für sich als Marke steht, denn Führungen können wechseln, aber die Marke muss weiterhin existieren.
Weitere Infos zur Konferenz finden Interessierte unter www.kulturbranding4.de.
Yvonne Wodzak 02.10.2013










