ANZEIGE

Mehr als jede:r Ditte kommt mit dem Ziel des Gastronomiebesuchs in die City, wie die Studie "Vitale Innenstädte" zeigt - Foto: ArTo/AdobeStock

Städte und Gemeinden

Gastronomie wird in Innenstädten wichtiger

Zum sechsten Mal hat das IFH Köln im Rahmen der Studie "Vitale Innenstädte" untersucht, wie sich die deutschen Innenstädte entwickeln. Und die aktuellen Ergebnisse scheinen fast nahtlos an die des Vorgängerstudie anzuknüpfen und diese teilweise zu bestätigen.

Die fast 69.000 durchgeführten Passanteninterviews zeigen, dass sich die Attraktivität der deutschen Innenstädte weder verschlechtert noch verbessert hat. Vielmehr bewerteten die Befragten die Innenstädte im Durchschnitt mit der Schulnote 2,5 – genauso wie 2020 und 2022. Zu den beliebtesten Städten gehören Leipzig, Erfurt und Chemnitz in der Kategorie "Großstädte mit über 200.000 Einwohner:innen", Arnsberg-Neheim, Bocholt und Lüneburg in der Kategorie "Mittelstädte mit 50.000 bis 200.000 Bewohner:innen" sowie Freiberg (Sachsen), Brühl und Landsberg (Lech) in der Kategorie "Städte bis 50.000 Einwohner:innen".

Zu den wichtigsten Besuchsmotiven zählt nach wie vor das Einkaufen. Insgesamt gaben 61 Prozent der Studienteilnehmer:innen an, dass sie deshalb die Innenstadt aufsuchen. Zunehmend an Bedeutung gewinnt die Gastronomie. Mehr als ein Drittel (40 Prozent) gaben an, dass dies ihr wichtigster Besuchsanlass ist. Nicht selten werden beide Besuchsmotive miteinander kombiniert, wie die Ergebnisse der Studie zeigen.

Die Initiatoren appellieren an die Städte und Gemeinden, ihre Angebote kontinuierlich auszubauen und so ihre Attraktivität zu steigern. Dr. Markus Preißner, wissenschaftlicher Leiter am IFH Köln, erklärt: "Attraktive Innenstädte sind Innenstädte, die alle Altersgruppen mit passenden Angeboten ansprechen. In Zeiten des demografischen Wandels müssen generationenspezifische Bedarfe mitgedacht werden. Es reicht dabei nicht, nur attraktive Einkaufsmöglichkeiten zu bieten – vor allem jüngere Menschen wollen auch ansprechende Gastronomie und setzen auf Erlebnis und Vitalität."

Klar sei jedoch, dass die Weiterentwicklung der deutschen Innenstädte nur mit ausreichenden finanziellen Mitteln, der Vermeidung von Leerständen und dem Fokus auf Mixed-Use-Strategien umgesetzt werden könne. IFH-Geschäftsführer Boris Hedde sieht die Chance in der Zusammenarbeit der verschiedenen Stakeholder sowie der Mut, neues auszuprobieren: "Es braucht aktuell neue Allianzen, um lokale Vitalisierung kapitalgestützt zu meistern. Vor diesem Hintergrund muss das gesamte Ökosystem Innenstadt gegenüber neuen Investoren noch aufgeschlossener werden. Schnellen Erfolg hat, wer als erstes bei den größten Pain Points der Innenstadtbesucher:innen anpackt – bei Leerstand und Ladensterben."
 


Für die Passantinnen und Passanten ist vor allem die Vermeidung von Leerstand ein Mittel, um die Attraktivität der Innenstadt zu steigern - Grafik: Vitale Innenstädte, IHK Köln 2025

zurück

Anja Lüth 13.02.2025

 

Aktuelle Ausgabe

5-6/2026

Marketplace

Präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre Dienstleistungen. Zum Marketplace









Newsletter

Save the Date

Weitere Publikationen

Place Brands
Persönlichkeiten im Stadtmarketing

Social Media

Abonnement hier widerrufen

Weitere Webseiten