
Bei der Produktion des Kampagnenspots haben die KBV und Ressourcenmangel Künstliche Intelligenz eingesetzt – Foto: KBV/Ressourcenmangel
Forderung
KBV startetet Kampagnenflight zur Bundestagswahl
Kurz vor der Bundestagswahl macht die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit einer weiteren Kampagne auf die schwierige Lage deutscher Arztpraxen aufmerksam. Im Mittelpunkt der Offensive steht die Forderung "Deutschland muss #Praxenland bleiben". Hinzukommen Headlines wie "Im Wartezimmer sitzen Wähler", "Wir werden lauter, damit Deutschland Praxenland bleibt" und "Meine Patienten stehen hinter mir" gearbeitet. Mit der Kampagne fordert die KBV die Politik zum Handeln auf, um die wohnortnahe Versorgung mit Ärztinnen und Ärzte, sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Wohnortnähe zu gewährleisten.
Herzstück des Flights ist ein TV-Spot, der zum Teil aus real gedrehtem Material und zum Teil aus KI-generierten Bildern besteht. Die Gesichter des Videos sind zwei Ärztinnen und ein Arzt. Der Film thematisiert die Herausforderungen, denen sich die Ärzteschaft in Deutschland stellen muss, wie zunehmende Vorschriften und Auflagen, die steigende Bürokratie sowie die unzureichende Umsetzung der Digitalisierung. Die Kampagne wird fünf Wochen lang im TV, über DOOH-Werbung und in digitalen Kanälen zu sehen sein. Darüber hinaus werden Anzeigen in politischen Newslettern, Podcasts sowie Printanzeigen geschaltet. Geplant ist eine Reichweite von 163 Millionen Kontakten. Der Spot wurde von Markenfilm Berlin produziert.
KBV-Pressesprecher Dr. Roland Stahl sagt: "In diesem Spot steckt viel Emotion – als eine eindringliche Mahnung an die Politik, die wohnortnahe Gesundheitsversorgung nicht aufs Spiel zu setzen. Die engagierten niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie die Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen bilden das Rückgrat der ambulanten Versorgung. Das Praxenland Deutschland steht für Vertrauen, Fürsorge und Menschlichkeit. Deshalb muss Deutschland Praxenland bleiben."
Der Flight "Deutschland muss #Praxenland bleiben" knüpft an die im April 2024 gestartete Kampagne "Wir sind für sie nah" an, die das Arzt-Patienten-Verhältnis hervorhebt. Im Oktober 2024 folgte eine weitere Offensive, die für die schwierige Situation der Arztpraxen sensibilisiert. Für die Umsetzung zeichnet die Berliner Agentur Ressourcenmangel verantwortlich. Für die Mediaarbeit ist WPP Media Solutions zuständig. Claudia Díaz Sánchez, Geschäftsführerin von Ressourcenmangel, erklärt: "Das Szenario ist bedrückend: Patientinnen und Patienten, die ihre Praxis vor Ort verlieren. Unser Spot zeigt, was auf dem Spiel steht, wenn im Praxenland nach und nach die Lichter ausgehen. Dabei ist diese Nähe zentral für eine gute Gesundheitsversorgung und damit für ein gutes Leben. Wenn Praxen schließen, sind am Ende die Patientinnen und Patienten die Leidtragenden."
Spot: Ressourcenmangel/Markenfilm Berlin
Sophie-Marie Jahn 19.02.2025










