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In der aktuellen SOS-Kinderdorf-Kampagne erzählt unter anderem die Berliner Rapperin und Schauspielerin Nura von ihrer Fluchterfahrung – Screenshot der Website sos-kinderdoerfer.de/home-of-dreams (11.03.2025)

Hilfsorganisation

SOS-Kinderdörfer visualisieren Fluchtgeschichten mit KI

Im Rahmen der neuen Kampagne "Home of Dreams" der SOS-Kinderdörfer weltweit erzählen Kinder ihre eigene Fluchtgeschichte und ihre Träume. Die Geschichten wurden wortgetreu übersetzt und mit Hilfe von künstlicher Intelligenz als Kurzfilme visualisiert. Die Kinder kommen in ihrer Muttersprache zu Wort und es gibt Untertitel in der jeweiligen Landessprache sowie in Englisch, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Helena Leitner, Leitung Communications & Marketing bei den SOS-Kinderdörfer weltweit, erklärt: "Statt auf das Leid der Kinder zu fokussieren, lassen wir ihre Träume sprechen. Die Kinder entwerfen buchstäblich ihre eigenen Geschichten, die wir mit Hilfe modernster generativer KI-Technologie in kurze, lebendige Filme übersetzen. Wir zeigen ihre Lebenswelten, Zukunftsträume und nehmen ihnen das Label 'Flüchtling'. So entstehen bunte, berührende und eindrucksvolle Einblicke in ihre Seelenwelt."

Im Mittelpunkt der Offensive stehen fünf Kinder, die ihre Fluchtgeschichte erzählen. Die Kinder kommen aus verschiedenen Ecken der Welt und sind beispielsweise aus der Ukraine nach Salzburg oder von Honduras nach Mexiko geflohen. Eines der Kinder ist die Berliner Rapperin Nura, die als Kind mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern aufgrund des Golfkrieges aus Kuwait nach Deutschland geflüchtet ist. Nura, die vor allem als Mitglied des Hip-Hop-Duos SXTN bekannt wurde, sagt: "Diese Kampagne berührt mich zutiefst, weil sie den Kindern eine Stimme gibt, die viel zu oft übersehen werden – und das gilt auch für mich selbst. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, als Kind auf der Flucht zu sein. Die Angst, die Unsicherheit, das Gefühl, nirgends wirklich dazuzugehören – all das prägt einen für immer. Aber gleichzeitig gibt es auch Hoffnung, Träume und die Sehnsucht nach einem Zuhause, in dem man sicher ist und wachsen kann. Genau das zeigt 'Home of Dreams': die Stärke und die Zukunftsträume dieser Kinder." Seit 2023 ist die Musikerin und Schauspielerin als Botschafterin für die SOS-Kinderdörfer weltweit aktiv.

Weitere prominente Unterstützung bekommt die Kampagne von den Musikern Nico Santos und Johannes Strate und Trettmann sowie dem Hip-Hop-Experten Niko Backspin, der Fußball-Kommentatorin Rachel Rinast, den Models Betty Taube und Lorena Rae, dem Graffiti-Artist Dizy und den Content Creator:innen Janina Picard, Isabelle Marie und Anna Jalali.

Fokus auf digitales Marketing

"Home of Dreams" wird bis zum 21. März 2025 über soziale Medien, insbesondere YouTube, und über Digital-out-of-Home-Werbung verbreitet. Zusätzlich wurde eine Landingpage eingerichtet, die alle Geschichten bündelt und als digitaler Hub fungiert. Die SOS-Kinderdörfer rufen dazu auf, die Kampagne zu unterstützen und die Kurzfilme zu teilen. Außerdem wird um Spenden gebeten.

Verantwortlich für die konzeptionelle und kreative Umsetzung sowie die Kommunikation der Kampagne ist Serviceplan Culture, eine auf Cultural Engagement und Cultural Consulting spezialisierte Agentur der Serviceplan Gruppe. Für die Produktion arbeitete die Agentur mit dem freiberuflichen Creative Director Marc Wientzek sowie der auf KI-Filmproduktionen spezialisierten Serviceplan MAKE und der Musikproduktion Moko Music aus Berlin zusammen. Der überregionale DOOH wird von Ströer gesteuert. In Hamburg macht zudem eine Graffiti-Kunstinstallation des Künstlers Pokar auf die Initiative aufmerksam. Verantwortlich für die Aktion in der Hansestadt ist PoolOne Giant Media.

Mit der Kampagne wollen die SOS-Kinderdörfer auf die Herausforderungen von Kindern ohne elterliche Fürsorge aufmerksam machen. Die Organisation betont, dass es sich dabei nicht um Charity im klassischen Sinne handelt, sondern um eine "Investition in die Zukunft". Lanna Idriss, Vorständin bei den SOS-Kinderdörfern weltweit, erklärt: "Wir wollen Menschen für die Idee gewinnen, dass jede Spende eine Investition in die Zukunft der Kinder ist – und damit indirekt auch in unsere eigene Zukunft. Kinder sind per se die Zukunft der Welt."

 

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