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Künstlerische Leitung

Krefeld und Mönchengladbach schreiben Intendanz für Gemeinschaftstheater aus

Die Städte Krefeld und Mönchengladbach suchen eine neue Generalintendanz für ihr gemeinsames Theater. Ab der Spielzeit 2028/29 soll eine neue Leitung die künstlerischen Geschicke der Theater Krefeld und Mönchengladbach gGmbH übernehmen. Anlass ist der angekündigte Abschied des derzeitigen Generalintendanten Michael Grosse, der sich nach über 18 Jahren im Amt zur Ruhe setzen wird. Grosse leitet das Theater gemeinsam mit Geschäftsführer Frank Baumann. Die Doppelspitze soll auch in Zukunft fortgeführt werden. Aus diesem Grund haben die beiden Städte als Gesellschafter nun die Nachfolge ausgeschrieben.

Die Generalintendanz verantwortet die drei Sparten Musiktheater, Schauspiel und Ballett sowie die Niederrheinischen Sinfoniker. Der Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die Generalintendanz wird rund 600 Veranstaltungen in beiden Städten organisieren und die Generalsanierung des Krefelder Hauses von Mitte 2027 bis voraussichtlich zur Spielzeit 2030/31 begleiten. Gesucht wird eine Generalintendanz, die das Profil des Theaters schärft und seine überregionale Ausstrahlung stärkt. Darüber hinaus soll sie offen für Kooperationen sein und sich in das zivilgesellschaftliche Leben beider Städte einbringen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Förderung des künstlerischen Nachwuchses. Wirtschaftliche Aspekte wie eine adäquate Auslastung, die Erschließung neuer Besuchergruppen sowie Sponsoring und Fördermittel gehören ebenfalls zu den Aufgaben der neuen Generalintendanz.

Zu den Anforderungen an die neue Generalintendanz gehören langjährige Erfahrung in einer leitenden Theaterfunktion sowie eine gute Vernetzung in der Kultur- und Theaterlandschaft. Grundlage sei "die Fähigkeit, künstlerisches, wirtschaftliches und kulturpolitisches Handeln in Einklang zu bringen". Zudem soll intern eine offene Kommunikation und ein Klima der Wertschätzung herrschen. Darüber hinaus sollte die Generalintendanz über Kritikfähigkeit und Durchsetzungsvermögen verfügen. Auch eine positive Gestaltung der Beziehungen zum Publikum, zu Förder:innen und zu Vertreter:innen der Politik sei erwünscht.

Das Bewerbungsverfahren läuft bis zum 30. Juni 2025. Die Entscheidung über die Generalintendanz treffen die Städte Krefeld und Mönchengladbach gemeinsam mit Vertreter:innen der Politik, des Theaterbetriebsrates, des Deutschen Bühnenvereins und der beiden Fördervereine.

 

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