
Das Motiv "Anna" ergänzt den zweiten Flight der Awareness-Kampagne zu Depressionen – Foto: Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention
Gesundheit
Deutsche Depressionshilfe setzt Awareness-Kampagne fort
Anfang 2024 startete die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention, Leipzig, gemeinsam mit der Wall GmbH, Hamburg, eine Kampagne, um auf die Erkrankung Depression aufmerksam zu machen und über Unterstützungsangebote zu informieren. Verantwortlich für die Umsetzung war die Hamburger Kreativagentur Grabarz & Partner. Im Rahmen des ersten Flights waren zwei Motive in acht deutschen Städten zu sehen. Die Motive zeigen im Vordergrund Menschen, die dem Klischee eines depressiv Erkrankten entsprechen. Die Pointe ist jedoch, dass diese Menschen gar nicht depressiv sind, sondern eine andere Person im Hintergrund, der es augenscheinlich gut geht. Mit den Motiven will die Stiftung verdeutlichen, dass Depressionen oft nicht erkennbar sind und auf die Informations- und Unterstützungsangebote aufmerksam machen, die unter deutsche-depressionshilfe.de zu finden sind.

Das Motiv "Steffen" war auch schon Teil des ersten Flights Anfang 2024 – Foto: Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention
Die Kampagne wurde auch international über die European Alliance Against Depression verbreitet. Diese stellte die Motive in englischer, französischer und spanischer Sprache in 13 europäischen Ländern zur Verfügung und verbreitete sie vor allem über soziale Medien. Ralf Heuel, Geschäftsführer Kreation und Partner bei Grabarz & Partner, sagt: "Wir freuen uns sehr, dass diese wichtige Botschaft innerhalb und außerhalb der Werbe-Community so gut ankommt und in so großer Zahl geteilt wird. Wir haben die Motive sehr gern der European Alliance Against Depression zur Verfügung gestellt, damit sie europaweit sichtbar werden. Denn das Thema Depression macht nicht vor Ländergrenzen halt."
Im Anschluss an den ersten Kampagnen-Flight hat die Stiftung im September eine Umfrage beim Marktforschungsinstitut Respondi in Auftrag gegeben. An der Umfrage nahmen 5.000 Personen zwischen 18 und 69 Jahren teil. Die Ergebnisse zeigen, dass zwölf Prozent der Bürger:innen mindestens eines der Motive gesehen haben. Zudem ist die Mehrheit der Meinung, dass die Kampagne ein gesellschaftlich wichtiges Thema aufgreift (90 %). Zwei Drittel gaben sogar an, dass die Kampagne ein Anlass sein könnte, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus verzeichnete die Stiftung im Kampagnenzeitraum deutlich mehr Zugriffe auf die Website deutsche-depressionshilfe.de. Insbesondere der Selbsttest Depression wurde um 50 Prozent häufiger durchgeführt als im Vergleichszeitraum. Der Erfolg der Kampagne spiegelt sich auch in zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen wider, darunter beim Cannes Lions International Festival of Creativity, den AME Awards in New York, dem ADC Award oder dem Effie Germany.
Nun wollen die Verantwortlichen mit einem weiteren Flight an den Erfolg der Kampagne anknüpfen. Dazu wurde ein zusätzliches Kampagnenmotiv entwickelt. Die Motive sind auf digitalen Flächen in den deutschen Städten Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Bremen und Dresden sowie auf Printflächen in Freiburg, Lübeck, Ludwigshafen, Potsdam, Reutlingen, Rostock, Saarbrücken, Stuttgart und Wiesbaden zu sehen. Christian Knappe, Leiter Corporate Communications & Affairs bei Wall, erklärt: "Ich freue mich sehr, dass wir der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention erneut als Partner zur Seite stehen können. Die von Grabarz & Partner entwickelten Motive sensibilisieren für das Thema Depression, das immer noch mit vielen Missverständnissen und Wissenslücken verbunden ist. Wir hoffen, mit der Reichweite unserer Medien dazu beitragen zu können, dass an Depression erkrankten Menschen mehr Hilfe und Verständnis zuteilwird."
Sophie-Marie Jahn 01.05.2025









