
Im Ranking des INSM-Bildungsmonitors 2013 belegen Sachsen, Thüringen und Bayern die ersten Plätze
INSM-Bildungsmonitor 2013: Sachsen bleibt vorn
Sachsen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg haben die leistungsfähigsten Bildungssysteme aller 16 Bundesländer. Gegenüber dem Vorjahr konnte Bayern am deutlichsten zulegen. Starke Verbesserungen weisen auch Hamburg und Sachsen auf. Zu diesem Ergebnis kommt der INSM-Bildungsmonitor 2013. Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), Berlin, bewertet anhand von zwölf Handlungsfeldern und 93 Indikatoren, inwieweit die Bundesländer Bildungsarmut reduzieren, zur Fachkräftesicherung beitragen und Wachstumskräfte stärken.
Bundesländer exzellent in Teilbereichen
Laut des INSM-Bildungsmonitors weist Sachsen eine exzellente Förderinfrastruktur auf, überzeugt durch eine hohe Schulqualität und vermeidet sehr erfolgreich die Entstehung von Bildungsarmut. Thüringen gibt Bildung bei den Ausgaben eine hohe Priorität und überzeugt durch gute Betreuungsrelationen. Bayern verwendet die Mittel sehr effizient und hat unter anderem ein leistungsstarkes System der beruflichen Bildung. Auch Bundesländer, die nicht ganz vorne liegen, können in Teilbereichen anderen Ländern ein Vorbild sein: so liegt Rheinland-Pfalz bei der Integration vorn, Bremen im Bereich Hochschule/MINT, Berlin bei der Forschung und Schleswig-Holstein beim effizienten Umgang mit Zeit im Bildungssystem.
"Die oberste Priorität eines Bildungssystems muss es sein, alle teilhaben zu lassen. Der Bildungsmonitor macht Hoffnung, denn der Anteil der Schulabbrecher ist in den letzten Jahren deutlich gesunken", so Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM. "Positive Tendenzen zeigen sich bei der Berufsausbildung: Der Anteil von jungen Erwachsenen ohne abgeschlossene Berufsausbildung an allen Personen im Alter von 20 bis 30 Jahren ist von 16,5 Prozent im Jahr 2005 auf 13,4 Prozent im Jahr 2011 gesunken."
Empfehlungen des Bildungsmonitors
Die Studie empfiehlt, dass die Ganztagsinfrastruktur für Kinder höchste Priorität haben sollte. Darüber hinaus sollten die Bundesländer die Zahl der ausländischen Studierenden erhöhen, das G8-Abitur einführen und den Anteil der jungen Erwachsenen ohne Schul- oder Berufsausbildung senken. Außerdem sollten sich die Länder verstärkt für die Bildungschancen in der zweiten Lebenshälfte einsetzen, damit ältere Arbeitnehmer länger im Arbeitsmarkt gehalten werden.
"Die Bildungspolitik hat in den letzten Jahren bereits in hohem Maß zur Fachkräftesicherung beigetragen. Durch die Reduzierung der Bildungsarmut junger Erwachsener konnte im Jahr 2011 ein Wertschöpfungsbeitrag in Höhe von 3,3 Milliarden Euro bewirkt werden. Es bleibt aber viel zu tun, die Bildungsarmut weiter zu senken und damit Teilhabe und Wachstum zu stärken", erklärt Prof. Dr. Axel Plünnecke, Studienleiter beim IW Köln.
Der vollständige Bericht ist hier einzusehen.
Rebekka Hans 23.10.2013









