
Die Kampagne appelliert an die Mannheimer:innen, Diskriminierung und Gewalt gegen queeren Menschen keinen Platz zu lassen – Fotos: Stadt Mannheim
Zusammenhalt
Mannheim setzt sich für die Sicherheit der queeren Community ein
Zum Ende des Pride-Months stellt sich die Stadt Mannheim der Kampagne "Gemeinsam sicher sichtbar" hinter die queere Community und macht sich für deren Sicherheit stark. Mit der Kampagne will die Quadratestadt darauf aufmerksam machen, welchen Herausforderungen queere Menschen begegnen und welche Bedarfe sie haben. Zudem macht die Offensive auf Unterstützungsangebote aufmerksam und appelliert an die Bevölkerung, sich gegen Diskriminierung und Gewalt gegenüber der queeren Community zu stellen. Die Kampagne weist auch darauf hin, Gewalt gegen queere Menschen anzuzeigen – ob per Notruf, online oder auf dem Polizeirevier.
Oberbürgermeister Christian Specht betont: "Die Sicherheit queerer Menschen ist der Stadt Mannheim und mir ganz persönlich ein wichtiges Anliegen. Aus diesem Grund unterstütze ich die Kampagne aktiv. Mit der Kampagne setzen wir ein deutliches Zeichen gegen jegliche Form von Diskriminierung und Gewalt und verdeutlichen, dass Mannheim als Stadt geschlossen für Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt steht."
Daher sind seit Ende Juni 2025 acht Plakatmotive im Stadtgebiet und den Stadtbahnen zu sehen. Drei Plakate nehmen unterschiedliche Aspekte in den Fokus. Neben dem Sicherheitsaspekt gehören dazu auch die Themen Haltung zeigen und das Wir-Gefühl in der Stadt. Auf den anderen fünf Plakaten kommen Menschen aus Mannheim zu Wort, darunter OB Specht, Polizeipräsidentin Ulrike Schäfer, Noemi und Lucy-Marie vom Transtreff Mannheim sowie Drag-Queen Shayma AlQueer und Jonathan als Repräsentant:innen der queeren Community. Darüber hinaus wurde auch eine Landingpage eingerichtet, die über verschiedene Angebote für queere Menschen informiert.
Angela Jäger, Teil des Vorstands von PLUS Rhein-Neckar e. V., sagt: "Die queere Community hat schon länger den Wunsch, die Sicherheit queerer Menschen im öffentlichen Raum zu thematisieren." Susanne Hun aus dem Vorstand des Queeren Zentrums Mannheim e. V. und des Monnem Pride e. V. ergänzt: "Für die diesjährige Monnem Pride wird es neben der Kampagne wieder ein Awareness Team geben und zusätzlich einen Flyer, der über die Möglichkeiten, Anzeige zu erstatten, aufklärt."
Projekt "Mannheims Verbündete"
Die Themen der Offensive wurden im Rahmen eines partizipativen Workshops von Fachkräften des städtischen Fachbereichs Sicherheit und Ordnung, der Polizei sowie von ehrenamtlich Aktiven aus der queeren Community gemeinsam erarbeitet. Grundlage war die Mannheimer Sicherheitsbefragung aus dem Jahr 2022, bei der sechs Prozent der Befragten angaben, zur LSBTI-Community zu gehören. Sie gaben auch an, sich im öffentlichen Raum unsicherer zu fühlen, mehr Gewalt zu erfahren und daher ihr Verhalten einzuschränken. Demnach würden insbesondere weibliche Mitglieder der Community Gewalttaten seltener bei der Polizei zur Anzeige bringen.
Die Kampagne ist Teil des im Frühjahr 2025 gestarteten Projekts "Mannheims Verbündete". Dieses umfasst neben der Kampagne auch eine Veranstaltungsreihe. Träger des Projekts sind der SiMA – Förderverein Sicherheit in Mannheim, das Queere Zentrum Mannheim, der PLUS Rhein-Neckar e. V. sowie die LSBTI-Beauftragung der Stadt Mannheim. Es wird von der Stadt Mannheim im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie vom Mannheimer Bündnis für ein Zusammenleben in Vielfalt gefördert.
Sophie-Marie Jahn 03.07.2025









