
Entscheidung
Generalmusikdirektor bleibt der Bayerischen Staatsoper treu
Vladimir Jurowski bleibt bis 2029 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper in München. Jurowski hatte seinen Vertrag auf eigenen Wunsch im vergangenen Jahr erst bis 2028 verlängert und sich die Möglichkeit einer weiteren Verlängerung offengehalten. Nun haben die Institution und der Generalmusikdirektor die Entscheidung getroffen, die Zusammenarbeit bis zum Ende der Spielzeit 2028/29 fortzusetzen. Kunstminister Markus Blume bezeichnet die erneute Vertragsverlängerung als "krönenden Abschluss einer fantastischen Zusammenarbeit und herausragenden Zeit von Vladimir Jurowski als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper".
Zudem betont Blume: "Vladimir Jurowskis hervorragende Arbeit am Pult unseres bayerischen Traditionsorchesters ist ein Garant für den musikalischen Erfolg und die Strahlkraft der Bayerischen Staatsoper. Ich freue mich, dass diese klangvolle Zusammenarbeit bis 2029 fortgesetzt wird. Das ist die schönste Zugabe dieser Spielzeit."
Jurowski kam erstmals in der Saison 2015/16 im Rahmen eines Akademiekonzertes an die Bayerische Staatsoper. Im Anschluss leitete er an dem Haus die Neuproduktion von Sergej Prokofjews Oper "Der feurige Engel". In der Spielzeit 2020/21 dirigiert er die Neuinszenierung von "Der Rosenkavalier“. Seit 2021 ist Jurowski Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Neben mehreren Akademiekonzerte leitete er auch zahlreiche Produktionen wie "Hamlet", "Krieg und Frieden" oder "Das Rheingold". Im kommenden Jahr verantwortet er die die Neuproduktionen „Die Nacht vor Weihnachten", die Uraufführung "Of One Blood" und "Die Walküre". Im Jahr 2027 wird er gemeinsam mit Regisseur Tobias Kratzer den neuen Münchner "Ring des Nibelungen" umsetzen.
Der in Moskau geborene Jurowski begann seine musikalische Ausbildung am Moskauer Konservatorium und setzte sie an den Musikhochschulen von Berlin und Dresden fort. 1995 gab er sein Debüt als Operndirigent beim Wexford Festival. Zu den internationalen Stationen seiner beruflichen Laufbahn gehören das Royal Opera House Covent Garden in London, die Metropolitan Opera in New York, das Bolschoi-Theater in Moskau, die Semperoper in Dresden und die Salzburger Festspiele. Als Gastdirigent arbeitete er unter anderem mit den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Wiener Philharmonikern und dem New York Philharmonic Orchestra zusammen.
Jurowski war von 1997 bis 2001 unter anderem Erster Kapellmeister der Komischen Oper Berlin und anschließend bis 2013 musikalischer Leiter des Glyndebourne Festivals. Von 2007 bis 2021 war er zudem Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra. Darüber hinaus ist Jurowski seit 2017 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter an der Spitze des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB).
Sophie-Marie Jahn 01.08.2025










